Die AfD hat ihren Vorsprung auf die Union im jüngsten ZDF-«Politbarometer» auf einen Rekordwert ausgebaut. Die am Freitag veröffentlichte Umfrage sieht die AfD bei 28 Prozent, ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber Mitte Juli. Die CDU/CSU verharrt unverändert bei 23 Prozent. Damit liegt die AfD erstmals im ZDF-«Politbarometer» fünf Prozentpunkte vor der Union. Das teilte das ZDF mit.
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Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, käme die SPD auf 12 Prozent. Die Grünen würden einen Prozentpunkt verlieren und 13 Prozent erreichen, die Linke ebenfalls einen Punkt einbüssen und auf 12 Prozent fallen. Die FDP bliebe bei vier Prozent, die übrigen Parteien zusammen bei acht Prozent. Für die schwarz-rote Koalition ergäbe sich damit weiterhin keine parlamentarische Mehrheit.
Trotz des Erfolgs ihrer Partei bleibt AfD-Chefin Alice Weidel im sogenannten Top-Ten-Ranking der beliebtesten Politiker Schlusslicht. In der Bewertung nach Sympathie und Leistung erreicht sie einen Durchschnittswert von minus 2,4 auf einer Skala von plus 5 bis minus 5. Spitzenreiter bleibt Verteidigungsminister Boris Pistorius mit 1,5 Punkten, gefolgt von Cem Özdemir mit 0,9. Bundeskanzler Friedrich Merz verbessert sich zwar leicht, bleibt mit minus 1,5 jedoch ebenfalls klar im negativen Bereich.
Auch die Bundesregierung erhält schlechte Noten. 68 Prozent der Befragten beurteilen ihre Arbeit als eher schlecht, lediglich 28 Prozent als eher gut. Die Leistungen von Bundeskanzler Merz bewerten 70 Prozent negativ und nur 26 Prozent positiv. Den jüngsten Personalumbau der Bundesregierung hält eine Mehrheit von 57 Prozent für eher schlecht gelungen.
Für das ZDF-«Politbarometer» befragte die Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 28. und 30. Juli 2026 insgesamt 1405 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch und online. Die Ergebnisse wurden am 31. Juli veröffentlicht.