Die Überholspur der deutschen Autobahn ist weit mehr als nur Asphalt; sie ist ein Raum maximaler Freiheit in Deutschland, das ansonsten durch eine himmelstürmende Überregulierung und Unfreiheit geprägt ist. Man muss Welt-Herausgeber Ulf Poschardt absolut beipflichten, wenn er fordert, dass die Überholspur von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt werden sollte. In einem Land, das bis ins kleinste Detail hinein maximal reguliert wird, steht die Autobahn symbolisch für den letzten verbliebenen Ort, an dem Eigenverantwortung und Freiheit noch eine Rolle spielen.
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Man darf nicht vergessen: Diese Überholspuren sind das Labor der Zukunftsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie. Weil die deutschen Autobauer durch das freie Fahren gezwungen sind, die Stabilität und Sicherheit der Fahrzeuge bei extrem hohen Tempi zu gewährleisten, bauen sie die besten und sichersten Autos der Welt. Die Autobahn erzwingt technologische Höchstleistungen. Wenn man nun beginnt, hier zwangsberuhigte Schleichwege einzuführen, dann werden die deutschen Autos zwangsläufig geriatrisch verschlechtert. Es ist ein technologischer und philosophischer Überlebenskampf, der auf dem Asphalt ausgefochten wird.