Loriot und die kuriosen Seiten der Bourgeoisie, Ehud Olmert und Jeffrey Sachs über den Krieg in Nahost, Tunnelsysteme des Terrors im Gazastreifen
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Inhalt
Diese Woche
Pierre Heumann
«Das ist ein gerechter Krieg»
Jeffrey Sachs
Wie aus einem Blutbad Frieden werden kann
Michael Bahnerth
Elegie der Nachsaison
Amy Holmes
Biden im Treibsand des Nahen Ostens
Julie Burchill
Geziertes Lächeln
Alan M. Dershowitz
Der Gaza-Krieg und seine Mythen
Wolfgang Koydl
Elon Musk entlarvt Heuchelei der USA
Oskar Lafontaine
Liebet eure Feinde
Olivier Kessler
Brüssel hat Appetit auf mehr
Peter Keller
Schlesische «Schlamas»
Thilo Sarrazin
Religion und Herkunft
Pierre Heumann
Im Hades von Gaza
Bernhard Roetzel
Sackmesser der Herrengarderobe
Anabel Schunke
Die Mär vom Trümmertürken
Francis Pike
Eine Duterte ohne Pistole
Peter Hartmann
Fussballs neue Propheten
Tamara Wernli
Und wieder junge Tränen
Weltwoche
Uwe Parpart
Li Keqiang (1955 – 2023)
Wolfram Knorr
Matthew Perry (1969 – 2023)
Alexander Grau
Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt
Michael Bahnerth
Ikone der Woche
Literatur und Kunst
Benjamin Bögli
Schwarzeneggers Spiegelkabinett
Walter Hollstein
Schöner Hauch von gestern
Dagmar Just
Heissblütige Nonne
Max Wey
Spatz oder Spätzchen
Wolfram Knorr
«Hildegard, sagen Sie jetzt nichts»
Hubert Mooser
Überwältigende Schweizer Pässe
Peter Rüedi
Gegenwart der Geschichte
Literatur und Kunst
Mark van Huisseling
Das Ende des Konzeptalbums
Leben heute
Mark van Huisseling
Ich, zu ausgewogen
Linus Reichlin
Erichs Freunde
Dania Schiftan
Natürlicher Kreislauf der Jahreszeiten
Wolfgang Koydl
Rutte, Romney, Graham, Shaheen, von Hirschhausen, Trump, Cher, Charles, Koitalel arap Samoei, Wellmer, Zamperoni, Wickert, Blinken, Biden, Selenskyj
Weltwoche
Loriot und die kuriosen Seiten der Bourgeoisie, Ehud Olmert und Jeffrey Sachs über den Krieg in Nahost, Tunnelsysteme des Terrors im Gazastreifen
Roger Köppel
Konservative zwischen Himmel und Hölle
Weltwoche
Die hohe Kunst des Vergessens
Matthias Matussek
Lieber Wolodymyr Selenskyj
Michael Klonovsky
Herero-Aufstand 1904: Ein Historikerstreit ist fällig
Wolfgang Koydl
Halsbrecherische Kehrtwende
Loriot und die kuriosen Seiten der Bourgeoisie, Ehud Olmert und Jeffrey Sachs über den Krieg in Nahost, Tunnelsysteme des Terrors im Gazastreifen

Intern

Loriot und die kuriosen Seiten der Bourgeoisie, Ehud Olmert und Jeffrey Sachs über den Krieg in Nahost, Tunnelsysteme des Terrors im Gazastreifen

Er ist der Solitär des deutschen Humors: Vicco von Bülow alias Loriot, Spross einer alten preussischen Offiziersfamilie. Er war ein in sich ruhender Bourgeois, in dem ein subversives Vergnügen rumorte: die kuriosen Seiten der bürgerlichen Gesellschaft in präzise Komik umzusetzen. Mit seiner Bühnen- und Filmpartnerin Evelyn Hamann schuf er schräge Sketches, wie «Die Nudel», die legendär geworden sind. Loriot war auch ein überragender Witzezeichner, Schöpfer eines unverwechselbaren Knollennasen-Universums, in dem Alltagssituationen regelmässig ins Absurde kippen. Aus Anlass des 100. Geburtstags des Komikers widmet ihm das Caricatura-Museum Frankfurt eine umfassende Ausstellung. Unser Autor Wolfram Knorr, soeben mit dem renommierten Zürcher Greulich-Kulturpreis ausgezeichnet, würdigt die deutsche Humor-Ikone. Seite 6

HUGO JEHLE / KEYSTONE
In ihm rumorte ein subversives Vergnügen: Humor-Ikone Loriot.
HUGO JEHLE / KEYSTONE

«Bombt sich Israel in den Abgrund?», fragten wir vergangene Woche. «Unsinn», entgegnet nun Israels früherer Premierminister Ehud Olmert: «Das ist ein gerechter Krieg.» Die Regierung Netanjahu, von Olmert durchaus kritisch gesehen, habe keine andere Möglichkeit, als die Hamas zu vernichten. Anders beurteilt Jeffrey Sachs die Lage. Israels Freunde müssten dem Land helfen, die Diplomatie dem Krieg vorzuziehen, schreibt der hochdekorierte Wissenschaftler und Uno-Berater in seinem Essay. Die Fehler der USA nach dem 11. September 2001 dürften nicht wiederholt werden. Seite 12–15 

Beim Krieg in Gaza stehen Tunnels im Vordergrund. In ihnen hat die Hamas im ganzen Küstenstreifen Waffenlager angelegt, und sie nutzt die Tunnels, deren Länge auf 500 Kilometer geschätzt wird, um dort vor den Angriffen der israelischen Luftwaffe Schutz zu suchen. Diese sogenannte Gaza-Metro verschlingt viel Geld. Die Kosten eines einzigen Tunnels werden auf 100.000 Dollar geschätzt. Die Bauzeit beträgt rund drei Monate. Kaum auszudenken, was die Hamas mit diesen Summen zum Wohl der Bevölkerung hätte tun können. Seite 30

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