Die Fifa verteidigt den umstrittenen Platzverweis von Breel Embolo im WM-Viertelfinal der Schweiz gegen Argentinien und widerspricht damit der Einschätzung des International Football Association Board (IFAB). Das IFAB hatte erklärt, die Rote Karte sei nicht regelkonform gewesen. Nun erklärte der Weltfussballverband, der Entscheid sei zulässig gewesen.
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«Wir betrachten dies weder als Fehler des Schiedsrichters noch des VAR, sondern als eine Entscheidung, die die Gerechtigkeit wiederhergestellt hat», teilte die Fifa mit. Der Verband erklärte weiter, man habe das Rundschreiben des IFAB zur Kenntnis genommen und mit den Regelhütern «fortlaufend in Kontakt» gestanden. Nach Darstellung der Fifa habe das IFAB bestätigt, «dass diese Auslegung zulässig ist, positiv aufgenommen wurde und Teil der Diskussionen über eine Überarbeitung des VAR-Protokolls sein wird».
Das IFAB hatte zuvor erklärt, die sogenannte «Mistaken Identity»-Bestimmung diene ausschliesslich dazu, einen irrtümlich verwarnten oder des Feldes verwiesenen Spieler zu identifizieren. Der Schweizerische Fussballverband (SFV) sah sich dadurch in seiner Kritik bestätigt. «Das IFAB-Zirkular bestätigt uns in unseren ersten Emotionen während und nach dem Spiel gegen Argentinien. Das tut natürlich weh. Am Ergebnis des Spiels lässt sich aber nichts mehr ändern», erklärte der Verband. Zugleich betonte der SFV, der Fall zeige, «wie wichtig präzise, einfach verständliche und einheitlich angewendete Spielregeln für den ganzen Fussball sind».