Die USA und der Iran haben sich auf ein erstes Rahmenabkommen zur Beilegung ihrer jüngsten Konfrontation verständigt. US-Präsident Donald Trump erklärte, Teheran habe zugesagt, «niemals Atomwaffen zu besitzen». Die Vereinbarung soll nach Angaben aus Washington am Freitag offiziell unterzeichnet werden.
Trump verkündete die Einigung vor Beginn des G7-Gipfels in Evian sowie auf seiner Plattform Truth Social. Demnach habe der Iran weitreichende Zusagen im Zusammenhang mit seinem Atomprogramm gemacht. Aus Teheran lag zunächst keine offizielle Bestätigung der von Trump genannten Formulierung vor.
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US-Vizepräsident JD Vance bezeichnete das Abkommen als eine rund eineinhalb Seiten umfassende Absichtserklärung. Zahlreiche technische Fragen müssten in den kommenden Wochen noch geklärt werden. Kernpunkt sei jedoch die Rückkehr internationaler Atominspektoren in den Iran. Zudem sollen die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) und die USA die Vernichtung hochangereicherten Urans begleiten und überwachen.
Nach iranischen Medienberichten umfasst die Vereinbarung auch wirtschaftliche Zugeständnisse. Demnach sollen Sanktionen gegen den iranischen Öl- und Petrochemiesektor ausgesetzt sowie eingefrorene iranische Vermögenswerte teilweise freigegeben werden. Die abschliessenden Verhandlungen sollen über einen Zeitraum von 60 Tagen geführt werden und sich auf Nuklearfragen sowie die weitere Lockerung von Sanktionen konzentrieren.
Parallel dazu zeichnet sich eine Entspannung im strategisch wichtigen Seegebiet der Strasse von Hormus ab. Trump kündigte an, die Meerenge werde bis Freitag vollständig geöffnet und gebührenfrei passierbar sein. Bereits am Montagabend hätten mehrere iranische Öl- und Frachtschiffe die zuletzt von Spannungen betroffene Region ohne Zwischenfälle durchquert, berichteten staatliche Medien in Teheran.
Nach Angaben iranischer und pakistanischer Vermittler enthält die Vereinbarung zudem Bestimmungen zur Deeskalation im Libanon. Ein endgültiges Abkommen soll nach Abschluss der Verhandlungen durch den Uno-Sicherheitsrat bestätigt werden. Trotz der diplomatischen Annäherung meldete die Hisbollah am Montagabend weitere Gefechte mit israelischen Streitkräften im Süden des Libanon.