Das Staatssekretariat für Migration hat provisorische Zahlen bekanntgegeben, dass – wie bereits im Vorjahr – auch 2025 weniger Asylgesuche gestellt wurden und die Zuwanderung sich beruhigt habe. Die Tonalität der Bekanntmachung ist typisch für Bundesrat Beat Jans und strotzt vor Schönfärberei in den schillerndsten Farben.
Das SEM setzt wieder einmal den Akzent auf Tausende Zuwanderer, die in ihre Heimatländer zurückkehren. Und der linke Tages-Anzeiger titelte, gestützt auf das SEM, frohgemut: «Zuwanderung und Asylgesuche nehmen ab – Zehntausende verlassen die Schweiz.» Das ist aber nicht einmal die halbe Wahrheit, sondern eine Verdrehung der Fakten.
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So sind im letzten Jahr laut der Migrationsbehörde «nur noch» 75.000 Personen aus EU/Efta-Staaten eingewandert, plus mehr als 25.000 Asylsuchende. Bei den Ukrainern, die im Land bleiben, hangelt sich der Bund jährlich von einem Höchststand zum nächsten. Lebten 2024 noch über 68.000 in der Schweiz, waren es Anfang dieses Jahres bereits knapp 72.000. Absolut stieg die Einwohnerzahl im letzten Jahr um fast 110.000 Personen, wenn man nur die oben aufgeführten Ausländerkategorien in Betracht zieht.
Und das soll ein Grund zum Aufatmen sein? Trotz leicht sinkender Zahlen ist es ein Fakt, dass die Schweiz weiterhin überproportional stark wächst, und zwar durch ausländische Bevölkerung. Bildlich dargestellt ist unser Land einwohnerzahlmässig ungefähr um die Grösse der Stadt Winterthur gewachsen. Selbst für die NZZ ist inzwischen fertig lustig.
Sie bezeichnet den Basler SP-Bundesrat und Migrationsminister Beat Jans in einem Artikel vom Montag mit dem Titel «Kann’s Jans?» unter anderem als «chronisch erfolglos, wenig dossierfest und oft fahrig». Auch die Migration wird kritisch beleuchtet.
Der Justizminister ist in der Tat ein Meister der Realitätskosmetik. Mit schönen Worten und inhaltsleeren Phrasen wird Beat Jans 2026 jedenfalls nicht weit kommen, denn mit der SVP-Nachhaltigkeitsinitiative, besser bekannt als Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz», über die voraussichtlich im Juni an der Urne abgestimmt wird, könnte ihn die Wirklichkeit einholen. Denn was Jans und sein Amt predigen, widerspricht den Erfahrungen vieler Menschen in diesem Land. Sie spüren bei der Migration keine Entspannung, sondern bekommen die Masseneinwanderung in vielerlei Hinsicht täglich zu spüren.