Bevor wir Grane, Brünnhildes Ross, aus dem Stall holen und auf die Bühne zerren, kurz zum letzten grossen Tierskandal in der Oper. Zwei Jahre ist er her.
Für Wagners «Ring des Nibelungen» an der Staatsoper Berlin hatte Regisseur Dmitri Tcherniakov mehr als dreissig lebende Meerschweinchen und Kaninchen als Probanden eines «Instituts für Aggressionsforschung» in Walhall gecastet. Viecher im Dienst der Kunst! Die Staatsoper ahnte den Skandal und rief die Amtstierärztin zu den Generalproben. Sie gab das Okay für die vierbeinigen Darsteller; auch die Lautstärke der Musik sei auf der Bühne leiser als im Zuschauerraum und den Tieren zumutbar.
Die Tierschutzorganisatio ...