Waffenruhe hält nicht: Ukraine und Russland setzen Luftangriffe vor Moskauer Siegesparade fort
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Waffenruhe hält nicht: Ukraine und Russland setzen Luftangriffe vor Moskauer Siegesparade fort

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Waffenruhe hält nicht: Ukraine und Russland setzen Luftangriffe vor Moskauer Siegesparade fort
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Die Ukraine hat kurz vor den russischen Siegesfeiern zum 9. Mai einen der grössten Drohnenangriffe seit Kriegsbeginn auf russisches Territorium gestartet. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, in der Nacht seien 347 ukrainische Drohnen über mehr als zwanzig Regionen abgeschossen worden, darunter auch über Moskau.

Sergey Kozlov/EPA/Keystone
Rettungskraefte nach russischem Angriff auf Wohnhaus in Charkiw
Sergey Kozlov/EPA/Keystone

Der Angriff erfolgte wenige Tage nach dem von Moskau angekündigten einseitigen Waffenstillstand für Freitag und Samstag. Kiew hatte darauf mit einer eigenen Feuerpause reagiert, die bereits auf den 6. Mai anglegt war. Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland jedoch vor, die Kampfhandlungen dennoch fortgesetzt zu haben. In einer Videoansprache sagte er: «Russland hat keinerlei militärische Aktivitäten eingestellt. Leider hat es nicht aufgehört. Die Ukraine wird symmetrisch handeln.»

Besonders brisant ist der Zeitpunkt. Russland bereitet sich auf den «Tag des Sieges» vor, den wichtigsten staatlichen Feiertag ausserhalb religiöser Anlässe. Die Sicherheitslage in Moskau gilt inzwischen als angespannt. Nach Angaben russischer Behörden wurden Mobilfunk- und Internetdienste für den 9. Mai teilweise eingeschränkt. Auch die traditionelle Militärparade fällt auffallend kleiner aus: Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten sollen keine Panzer und Raketen über den Roten Platz rollen. Der Kreml begründete dies mit der «aktuellen operativen Lage».

Die Drohnenattacke brachte auch den Luftverkehr durcheinander. Laut russischen Medien wurden an den drei grossen Moskauer Flughäfen fast 100 Flüge verspätet oder gestrichen. Gleichzeitig meldete die Ukraine massive russische Gegenangriffe. Nach Angaben der ukrainischen Luftabwehr schoss Russland in der Nacht 102 Drohnen ab. In Charkiw wurden bei einem Drohnenangriff neun Menschen verletzt, darunter drei Kinder.

Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, Russland halte dennoch an der eigenen Feuerpause für den 8. und 9. Mai fest. Gleichzeitig drohte Moskau bei möglichen Störungen der Militärparade mit Angriffen auf Kiew. Die diplomatischen Bemühungen um eine Waffenruhe bleiben damit blockiert.

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