Der Zürcher Stadtrat will die Entschädigung für seine Mitglieder von derzeit rund 257.000 auf künftig etwa 296.000 Franken pro Jahr erhöhen. Dies berichtet der Tages-Anzeiger. Die Stadtregierung begründet den Vorstoss mit ihrer Mitteilung von Ende Mai und Verweisen von Finanzvorsteher Daniel Leupi auf die Konkurrenz um qualifizierte Führungskräfte sowie die Rekrutierung von Kandidaten für politische Spitzenämter.
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Nach den Plänen sollen nicht nur die Stadtratslöhne steigen, sondern auch die bisherigen Lohnobergrenzen für das oberste Verwaltungskader aufgehoben werden. Die Exekutive argumentiert, die Stadt Zürich stehe im Wettbewerb mit anderen grossen Verwaltungen und könne bei der Entlöhnung von Spitzenpersonal nicht mehr mithalten. Gleichzeitig verspricht sie, sämtliche Einkünfte aus Verwaltungsrats-, Stiftungs- und anderen Mandaten künftig vollständig an die Stadtkasse abzuliefern.
Ein Vergleich mit den grössten Schweizer Städten zeigt allerdings, dass Zürich bereits heute zu den bestbezahlten kommunalen Exekutiven zählt. Höhere Entschädigungen erhalten derzeit nur die Stadtregierungen von Genf, Lausanne, Winterthur und St. Gallen. Mit einem Jahreslohn von knapp 257.500 Franken liegt Zürich bereits in der Spitzengruppe der Schweizer Städte. Würde die geplante Anpassung umgesetzt, stiege die Zürcher Stadtregierung an die Spitze der kommunalen Lohnrangliste auf.
Deutlich tiefer liegen die Entschädigungen etwa in Bern, Luzern, Biel oder Lugano. Anders präsentiert sich die Lage bei den Kantonen. Dort erhalten Regierungsmitglieder teilweise wesentlich höhere Gehälter. Im Kanton Zürich liegt die Entschädigung für Regierungsräte bei über 366.000 Franken jährlich, im Aargau bei rund 320.000 Franken. Auch St. Gallen und Bern bezahlen ihren Kantonsregierungen mehr als die Stadt Zürich ihren Stadträten.
Über die geplante Lohnerhöhung dürfte letztlich die Zürcher Stimmbevölkerung entscheiden.