Roger Köppel berichtet vom Brics-Gipfel in der Wolga-Metropole Kasan, Anne Applebaum – Friedenspreisträgerin und Gesinnungskriegerin, Bestsellerautor Kurt Andersen über das Fantasy-Land Amerika
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Inhalt
Diese Woche
Roger Köppel
Putins Staatsparade im Mongolenreich
Julie Burchill
Es hätte etwas Beglückendes
Daniel Pellerin
Von der Kunst, Freunde zu gewinnen
Nicholas Farrell
Meloni kontert Richter-Rebellion
Marc Neumann
«Amerika ist grossartig, und das soll so bleiben»
Amy Holmes
«Hitler» und «Ave Maria»
Wolfgang Koydl
Bahn frei für Erdogan
Anabel Schunke
Mitleid mit «Raheem»
Franz Schellhorn
Da hilft nur noch die Kettensäge
Rahel Senn
Wahrer Traum oder geträumte Wahrheit?
Roman Zeller
«Gegen die Demokratie»
Pierre Heumann
Heimisch im Land des Erzfeinds
Pierre Heumann
Yahya Sinwar
Philipp Gut
Gesinnungskriegerin holt Friedenspreis
Urs Gehriger
Wie sicher sind die US-Wahlen?
Stefan Millius
Karl Lauterbach und die Billigflüge
Rafael Lutz
«Die Ukraine ist das Palästina Europas»
Tamara Wernli
Mein Super-Booster
Weltwoche
Leserbriefe
Michael Baumann
Wie Schweizer Kräuter die globale Kosmetikindustrie erobern
Literatur und Kunst
Michael Bahnerth
Ikone der Woche
Wolfgang Koydl
Ein Gott für alle Fälle
Pia Reinacher
Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln
Daniela Niederberger
Ein Schweizer gafft in der Welt herum
Christina Rüdiger
Der «Verhöhnung» des Staates schuldig
Esther Scheidegger Zbinden
Amerikanerinnen im Vietnamkrieg
Peter Ruch
Pädophile Pädagogik
Maurus Federspiel
Der dunkle Prinz
Leben heute
Linus Reichlin
Wie in einem Heissluftballon
Mark van Huisseling
Wie ich mich wichtigmache
Dania Schiftan
Missverständnisse und Mythen
Andreas Thiel
Deutsche Bildungsreform
Wolfgang Koydl
Bettel, Trump, Xi, Laschet, Banaszak, Lang, ­Kühnert, Scholz, Kretschmann
Weltwoche
Roger Köppel berichtet vom Brics-Gipfel in der Wolga-Metropole Kasan, Anne Applebaum – Friedenspreisträgerin und Gesinnungskriegerin, Bestsellerautor Kurt Andersen über das Fantasy-Land Amerika
Oliver Stock
High Noon im Kabinett
Matthias Matussek
Liebe ausländische Facharbeiter
Kurt W. Zimmermann
Saftladen der Nation
Alexander Wendt
Dilettanten für Deutschland
Roger Köppel
Selbsthilfe-Gruppe Brics
Roger Köppel berichtet vom Brics-Gipfel in der Wolga-Metropole Kasan, Anne Applebaum – Friedenspreisträgerin und Gesinnungskriegerin, Bestsellerautor Kurt Andersen über das Fantasy-Land Amerika

Roger Köppel berichtet vom Brics-Gipfel in der Wolga-Metropole Kasan, Anne Applebaum – Friedenspreisträgerin und Gesinnungskriegerin, Bestsellerautor Kurt Andersen über das Fantasy-Land Amerika

Rund 32 Delegationen mit 24 Staats- und Regierungschefs aus China, Südafrika, der Türkei, Brasilien oder dem Iran nehmen am Brics-Gipfel in der russischen Wolga-Metropole Kasan teil. Es ist das meistbeachtete aussenpolitische Ereignis vor den US-Wahlen. Bei diesem Stelldichein der Skeptiker einer amerikanischen Weltdominanz hält Russlands Präsident Wladimir Putin Hof. Nicht von ungefähr fiel seine Wahl auf Kasan, die weit über tausendjährige Traditionsstadt, in der die Muslime die Mehrheit stellen, aber friedlich mit den anderen Weltreligionen, dem Christen- und dem Judentum vor allem, zusammenleben. Am Abend des Eröffnungstags schrieb Chefredaktor Roger Köppel in der Lobby des «Relita»-Hotels bei Schwarz- und Grüntee seinen ersten Bericht, während Politiker und Medienleute durch die Sicherheitsschleuse beim Eingang eintröpfelten. In Zeiten explodierender Pager sind die Vorsichtsmassnahmen ausgeprägt. Noch immer herrscht in Russland ein strenges Covid-Regime mit PCR-Tests und Blutproben. Spürbar ist der Wille des Gastgebers, den Gipfel weniger zur Lancierung grosser Initiativen als zur repräsentativen, makellos organisierten Schau einer neuen, im Entstehen begriffenen Weltordnung zu machen. Seite 3, 14

Stelldichein der Skeptiker einer amerikanischen Weltdominanz: Reporter Köppel in Kasan.

 

Am vergangenen Sonntag nahm Anne Applebaum den Friedenspreis des deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche entgegen. Die amerikanisch-polnische Historikerin, Autorin gewichtiger Werke wie «Roter Hunger», ist längst ein Liebling des Mainstreams. Ihre Frankfurter Dankesrede war ein diese Rolle bestätigendes und festigendes Meisterstück: Die Lektion der deutschen Geschichte könne nicht sein, «dass die Deutschen Pazifisten sein müssen. Im Gegenteil: Seit fast einem Jahrhundert wissen wir, dass der Ruf nach Pazifismus angesichts einer aggressiven Diktatur oft nichts anderes ist als Appeasement und Hinnahme dieser Diktatur.» Die Friedenspreisträgerin zeigt Züge einer Gesinnungskriegerin, wie unser Autor Philipp Gut herausarbeitet. Putin, Stalin, Trump, Hitler, Mussolini nennt sie in einem Atemzug. Seite 16

 

Amerika sei grossartig, und das solle auch so bleiben – dazu müsse es nicht «great again» gemacht werden, sagt Kurt Andersen, der bekannte amerikanische Journalist, Kolumnist und Buchautor. In seinem kritischen Bestseller «Fantasyland. 500 Jahre Realitätsverlust» attestiert er seinen Landsleuten seit eh und je Leichtgläubigkeit und eine Anfälligkeit fürs Fantastische. Dafür sieht er zwei Hauptgründe: die tiefverwurzelte religiöse Kultur der Amerikaner und die Neigung, alles zum Showbusiness zu machen – auch die Politik. Und vor allem den Präsidentschaftswahlkampf. Im Gespräch mit der Weltwoche bezeichnet der selbsternannte «Trump-Experte im Nebenberuf» den Präsidentschaftskandidaten als «Kultführer», für den sich so schnell kein Nachfolger finden lassen werde. Seite 28

 

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