Nach Orbáns Abwahl: Deutsche Bundesregierung fordert von Ungarn «zügige» Freigabe der blockierten EU-Milliarden für Kiew
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Nach Orbáns Abwahl: Deutsche Bundesregierung fordert von Ungarn «zügige» Freigabe der blockierten EU-Milliarden für Kiew

Anhören ( 1 min )
Nach Orbáns Abwahl: Deutsche Bundesregierung fordert von Ungarn «zügige» Freigabe der blockierten EU-Milliarden für Kiew
Nach Orbáns Abwahl: Deutsche Bundesregierung fordert von Ungarn «zügige» Freigabe der blockierten EU-Milliarden für Kiew
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Der designierte ungarische Ministerpräsident Péter Magyar signalisiert ein Ende der Blockade des EU-Kredits für die Ukraine. Er erklärte laut Politico, die Entscheidung über die neunzig Milliarden Euro «sei bereits im Dezember getroffen worden», und seine künftige Regierung wolle bei früheren Zusagen «kohärent bleiben».

Denes Erdos/AP Photo/Keystone
Péter Magyar spricht nach dem Wahlsieg zu den Medien in Budapest
Denes Erdos/AP Photo/Keystone

Damit deutet sich ein Kurswechsel in Budapest an. Der bisherige Regierungschef Viktor Orbán hatte den Kredit zunächst gebilligt, die Auszahlung danach jedoch gestoppt und an Bedingungen geknüpft. Magyar stellte nun in Aussicht, dass Ungarn den Weg frei machen könnte – auch noch vor der offiziellen Amtsübernahme. Gleichzeitig machte er klar, dass sein Land sich wegen der angespannten Haushaltslage voraussichtlich nicht finanziell beteiligen werde. «Wir können nicht noch mehr Schulden aufnehmen, das ungarische Haushaltsdefizit hat sich seit 2010 verdreifacht», sagte er.

Vor diesem Hintergrund erhöht Deutschland den Druck auf eine schnelle Entscheidung. Das Auswärtige Amt verwies laut Welt darauf, dass der Europäische Rat den Kredit bereits beschlossen habe, und erklärte: «Natürlich erwarten wir jetzt ein politisches Signal von ungarischer Seite, dass der Weg beschritten werden kann». Regierungssprecher Stefan Kornelius ergänzte, man hoffe, dass die Ukraine-Hilfe «sehr zügig freigegeben werden kann».

In Berlin wird der Machtwechsel in Ungarn als strategischer Wendepunkt gewertet. Kornelius sprach von einer «historischen» Wahl und bezeichnete das Ergebnis als «eine gute Nachricht für ganz Europa». Nach Jahren wiederholter Blockaden aus Budapest bei Ukraine-Hilfen und Russland-Sanktionen könnte damit eine zentrale Hürde innerhalb der EU wegfallen.

Der Zeitdruck ist erheblich: Ohne Freigabe droht laut Politico bereits bis Mai eine Finanzierungslücke im ukrainischen Staatshaushalt. Ob die Entscheidung noch vor der Regierungsbildung in Ungarn fällt, bleibt offen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.