Video: Krieg in Europa rückt näher, Schweiz muss zur vollen Neutralität zurück
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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus meinem Hotelzimmer in der deutschen Traditionsstadt Köln zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Donnerstag, dem 3. September 2000. Und 26, warum bin ich hier? Wurde eingeladen vom deutschen Podcaster Ben Berndt, sehr erfolgreich mit seinen Gesprächen, mit seinen Interviews. Er bezeichnet sich ja als Nicht-Journalist, ist aber zweifellos ein Medienschaffender, und zwar einer mit grossem Erfolg, Millionen Reichweiten. Und ich bin da zur Ehre gelangt, ja, in die Grenze gekommen. und wir haben gestern ausführlich gesprochen über den... Ukraine-Krieg, sehr besorgniserregend. Über die Bundesrepublik Deutschland, auch besorgniserregend. Aber wir bleiben zuversichtlich, denn es verändert sich ja einiges. Die Demokratie lässt sich eben auch mit Brandmauern und Ähnlichem nicht untenhalten. Auch persönliche Aspekte sind da zur Sprache gekommen, theologisch-philosophische Aspekte. Sie können sich auf eine Diskussion auf höchster Reiseflughöhe mit... mit intellektuellem Einspruch freuen. Phasenweise ziemlich düster, weil ich mir ja grosse Sorgen mache über die allgemeine Entwicklung da in und um die Ukraine. Der Podcast mit Ben Berndt. Man hat mir gesagt, in den nächsten Tagen werde das ausgestrahlt. Also wenn Sie Zeit haben, wenn Sie sich da etwas Zeit auch rausklauben wollen aus Ihrem Alltag, dann bin ich gespannt. was Sie da von den Auseinandersetzungen halten. Für mich natürlich immer auch interessant, mit Deutschen ins Gespräch zu kommen und da etwas nachzudenken über unser grosses nördliches Nachbarland, das ja in vielerlei Hinsicht so bewundernswert ist, umso beelendender ist es, dieses tüchtige Deutschland jetzt da irgendwie ausserhalb der Spur zu sehen, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch. Denn nach meiner Beurteilung... ist diese ganze Kriegshysterie, die man jetzt betreibt und verschärft jetzt auch mit den neuen deutschen Strafmassnahmen, Sanktionen gegen Russland. Das ist einfach der falsche Weg, das ist ein Irrweg und das ist auch ein Fehler, eine fehlerhafte Politik vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte. Doch bevor wir in die Nachrichten einsteigen, noch der Hinweis am Freitagmorgen, 4. September 2026. Türöffnung 18 Uhr. Start 19 Uhr. Im Hotel Marriott in Zürich. Der grosse Neutralitätsgipfel mit Altbundesrat Christoph Blocher. Es hat noch ein paar Tickets. Der Saal ist schon bald voll. Steigen Sie noch ein. Seien Sie dabei. Ich freue mich. Wir werden über die schweizerische Neutralität sprechen. Natürlich über die aktuelle Lage. in Europa über die Kriegsgefahr und über die im Grunde verrückte Situation, dass wir heute kaum 80 Jahre nach dem letzten Weltkrieg erneut vor der realistischen Variante stehen, dass es zu einem grossen Krieg in Europa kommen könnte. Umso wichtiger, umso dringlicher ist es meines Erachtens, da kennen Sie die Position, dass wir uns zurückbesinnen auf die klassische, auf die bewährte. Neutralität, das ist übrigens auch das Thema meines Leitartikels in der Neuen Weltwoche, die heute erscheint. Gedruckte Ausgabe, Blocherstaube bringt den Frieden. Anhand des Leitartikels der Tagesanzeiger-Chefredaktorin Raffaella Birrer habe ich mir erlaubt, meine Gedanken aus dem Podcast hier auch in schriftlicher Form noch verdichtet und ausführlicher vorzutragen. Denn anhand dieses Leitartikels, über den wir ja bereits gesprochen haben, Lassen sich sehr schön die landläufigen Irrtümer zerzausen, die derzeit über die Neutralitätsinitiative und die Schweizer Neutralität im Umlauf sind. Titelthema, Liebeschaos am Bundesgericht, zwei eidgenössische Magistraten ruinieren eine schweizerische Institution. Das ist ein Thema, bei dem die Weltwoche von Anfang an ganz vorne dabei war. Die Weltwoche hat dieses Debakel am Bundesgericht auf die Agenda gehoben. Christoph Mörgeli, unser Redaktor, unser Autor, mit einer Recherche, über die die ganze Schweiz gesprochen hat und immer noch Spricht zwei Bundesrichter in einem heimlichen Liebesverhältnis und diese hohe richterliche Instanz scheint nicht in der Lage zu sein, mit diesem klaren Verstoss gegen die eigenen gesetzlichen Regelungen umzugehen. Man schiebt das herum, man hat das dem Parlament im Bundeshaus jetzt übertragen wollen. Jetzt geht es darum, selber zu entscheiden. Die beiden fehlbaren Bundesrichter sind sich da augenscheinlich keines Fehlverhaltens. obwohl sie gegen klare, eindeutige Regeln verstoßen haben und wollen sich da noch einmal zur Wiederwahl stellen. Also was wir da beobachten in Echtzeit, ist also wirklich die Implosion des Schweizerischen Bundesgerichts. Ein Blick in den Abgrund gewissermassen auch von Führungsversagen und Verantwortungsabstreifung. Menschlich allzu menschlich, es gibt nichts Neues unter der Sonne. diese Institution, diese Instanz in der Schweiz heute ins Lottern, ins Wackeln geraten ist. In den Nachrichten. Die Polizei geht von einem Amoklauf aus. Der Schütze von Harau war womöglich psychisch krank und stiess per Zufall auf den Rave. Ja, ein im Kanton Jura wohnhafter Schweizer ohne Migrationshintergrund wie Polizeikommandant Leupold. Ein übrigens ausgezeichneter Mann. an der Medienkonferenz hat verlauten lassen, der ist verhaftet worden, hat offensichtlich die Hintergründe, die Motive seiner Tat noch nicht erläutert, aber man scheint da tatsächlich es zu tun zu haben mit einem psychisch gestörten Täter. Das ist zumindest der vorläufige Stand der Dinge, wie wir das sehen. Ein fürchterlicher Vorfall, der ist da mit Kalaschnikows und Pistolen auf ein Festgelände. marschiert, hat 40 Mal in die Menge geschossen. Eine 22-jährige Italienerin ist getötet worden. Fünf Verletzte, das sind fürchterliche Fakten, aber es hätte vermutlich noch viel schlimmer herauskommen können. Offensichtlich kein politischer, kein islamistischer Hintergrund, was aus Sicht der Opfer die ganze Sache natürlich nicht weniger schlimm macht. Nach Deutschlands Vorwürfen an Moskau, die EU bereitet neue Sanktionen vor. Die Kriegslage spitzt sich zu und es ist, wie ich Ihnen seit Wochen hier berichte, hochgradig besorgniserregend. Eine Eskalation produziert die nächste Eskalation. Jetzt Deutschland mit dem Vorwurf, dieser Drohnenzwischenfall in Leipzig sei auf das Konto der Russen zu schreiben. Man weiss jetzt, da schliesst ein Konsulat. Kulturinstitutionen, scharfe Reaktionen darauf aus Russland. Der russische Botschafter in Berlin hat in einer öffentlichen Erklärung gesagt, es seien ihm keine Beweise vorgelegt worden, die Beschreibungen in den Medien sind vage. Für mich sieht das Ganze sehr, sehr zweifelhaft, sehr anrüchig aus. Und als Journalist hat man hier in jeder Hinsicht skeptisch zu bleiben, denn es wird nie so brandschwarz gelogen wie dann, wenn es darum geht, kriegerische Massnahmen zurechtfertigen. Das gilt für alle Seiten. Und deshalb muss man Abstand wahren, muss man eine gewisse Toleranz auch bewahren, dass man sich eben beide Seiten der Geschichte anhört. Aber was eben aus schweizerischer Sicht vermerkt werden muss, die EU rasselt und Deutschland rasselt immer tiefer in einen Krieg, dem man nicht gewachsen ist. Und man fragt sich überhaupt nicht, ähnlich wie in der Corona-Zeit, Was sind eigentlich die Kosten? Was sind die Kosten-Nutzen-Überlegungen? Man macht es einfach, Gesinnungsethik, Gesinnungsfanatismus, Moralismus, wie immer Sie das nennen wollen, man bedenkt nicht die möglichen Konsequenzen des eigenen Tuns, man wiegt sich in Sicherheit und zerstört immer mehr. Die Reste dessen, was vielleicht an Friedenshoffnung in Europa noch übrig geblieben ist. Ich glaube, in der heutigen Zeit, ich habe das auch bei Ben Bern gesagt, ist es so wichtig, dass man an den Frieden appelliert und alles daran setzt, aus dieser verhängnisvollen Eskalationsspirale herauszukommen. Und für die Schweiz kann doch das nur bedeuten, dass wir zurückkehren zu unserer umfassenden Friedensleistung, die da heisst schweizerische Neutralität. Mischt euch nicht in fremde Händel ein, jetzt erst recht nicht. Und all diese Stimmen und all diese Protagonisten, die in der Schweiz uns näher an die EU oder gar an die NATO rücken wollen, die betreiben das Geschäft der Kriegsmacherei. Die holen nicht den Frieden, sie holen den Krieg ins Land. Ich bin sehr gespannt, wie jetzt diese Zuspitzungen, die Debatten, über die Neutralitätsinitiative beeinflussen werden. Ich kann nur hoffen, dass vielen Schweizern ein Licht aufgeht, dass ihnen die Augen aufgehen und dass sie sehen, wie gefährlich diese Situation ist. Natürlich ist der Krieg in unserem Alltag nicht präsent, vielleicht in den Schlagzeilen. Es ist etwas Abstraktes. Aber, meine Damen und Herren, schauen wir in die Geschichte. Immer wieder haben Kriege klein angefangen. Und dieser Krieg ist schon gross genug. Es gab Eskalationsverkettungen, Dynamiken, aus denen man nicht mehr herausgekommen ist. Also brandgefährlich. Und dass Deutschland da in einer Stellung ist, der Zuspitzung, der kriegerischen Aufplusterung gewissermassen, im Konfrontationsmodus, das ist sehr, sehr bedenklich, auch vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte. Deutschland wie kein anderes europäisches Land. Urheber, aber auch Leidtragender von ganz grossen Kriegen. Wo ist da eigentlich die historische Erinnerung? Krieg in der Ukraine, Selenskyj ward vor Flügen über Russland. Ich meine, das ist ja auch unglaublich. Das ist Staatsterrorismus, wenn der Präsident eines Landes sagt, ich werde versuchen, die zivile Luftfahrt des anderen Landes lahmzulegen. Jetzt kann man das natürlich auch wieder rechtfertigen und sagen, ja, aber Selenskyj verteidigt sich doch gegen die russische Aggression, worauf die Russen dann sagen würden, ja, wir verteidigen uns gegen die Aggression der NATO, die eben auch die Ukraine instrumentalisieren wollte als Waffe gegen Russland. Da können dann alle darüber Seminare abhalten, wer Recht hat und wer Unrecht. Tatsache ist auch hier Eskalation an allen Fronten und die Frage ist, wie kommt man da wieder hin? heraus, Tiefpunkt der deutsch-russischen Beziehungen, das gilt es gar nicht mehr weiter zu vertiefen. Dies die Schlagzeilen, dies die Nachrichten des Tages in aller Kürze. Noch einmal der Hinweis, morgen Freitag würde mich riesig freuen, Neutralitätspodium mit Altbundesrat Christoph Blocher, dem Spiritus Rektor hinter der Neutralitätsinitiative. Und jemand, der sich intensiv nicht nur mit der Geschichte der Schweiz auseinandergesetzt hat, sondern eben auch mit der praktischen politischen Gegenwart, nicht zuletzt auch als Bundesrat, als Parteiführer, eine der ganz beeindruckenden historischen Persönlichkeiten der Schweiz. Und es ist immer wieder ein riesiger Gewinn und ein Privileg, zusammen mit einer solch eminenten Persönlichkeit einen Abend verbringen zu dürfen. dann lassen Sie sich diese Chance. nicht entgehen im Hotel Marriott. Wir werden am Anfang den Abend zu zweit bestreiten, aber selbstverständlich haben dann bald auch Sie Gelegenheit, Fragen zu stellen, Ihre Gedanken einzubringen, Ihre Vermutungen und Hypothesen entsprechend zu präsentieren. Ich schaue jetzt noch ganz kurz auf die aktuellsten Nachrichten hier auf meinem iPad. Ja, 40 Schüsse in die Menge. Das sind noch Nachrichten zum Thema Amoklauf im Kanton Aargau. Keine weiteren Nachrichten, die im Moment jetzt hier an dieser Stelle zu vermelden wären. Ich danke Ihnen ganz herzlich für die Aufmerksamkeit und melde mich gleich wieder zurück mit den internationalen Nachrichten hier aus Köln. Jetzt bei nicht sehr guter Aussicht aufgrund... der nächtlichen und morgendlichen Stimmung. Aber mein Hotel ist sehr interessant, ein früherer Wasserturm mit grossartiger Aussicht, wenn eben das Tageslicht zu sehen ist. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag, guten Start, bis gleich. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche, unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst Niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. 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Krieg in Europa rückt näher, Schweiz muss zur vollen Neutralität zurück

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Krieg in Europa rückt näher, Schweiz muss zur vollen Neutralität zurück
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Kapitel

  1. Einleitung und Begrüssung
  2. Interview mit Ben Berndt
  3. Details zum Podcast mit Ben Berndt
  4. Ankündigung Neutralitätsgipfel
  5. Thema: Liebeschaos am Bundesgericht
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