Manche kommen recht gut ohne eigene Meinung durch den Tag. Solche Leute stehen dem Wortsinn der Meinungsfreiheit wohl am nächsten. Alle anderen machen im Grunde nur Ärger.
Denken wir nur an Menschen, die offene Briefe unterzeichnen. Erst kürzlich ist wieder einer aufgetaucht, die «Berliner Erklärung» zur Meinungsfreiheit. Darin fordern Prominente aus dem nichtlinken bürgerlichen Spektrum wie Norbert Bolz, Thilo Sarrazin, Lisa Fitz, Jürgen Fliege und Uwe Tellkamp «den Schutz des freien Wortes» und «den entschiedenen Rückzug des Staates aus der Sphäre der Meinungsbildung». Das sieben Seiten lange Manifest erinnert inhaltlich stark an das deutsche Grundgesetz; gut möglich, dass s ...