Die Schweizer Armee nimmt an einer Nato-Übung zur digitalen Verteidigung im polnischen Bromberg teil.
Während der dreiwöchigen Übung testen Schweizer Fachleute die Vernetzung mit den Systemen von rund vierzig weiteren Nationen. Ziel ist nach Angaben der Armee die Weiterentwicklung technischer Standards und Verfahren «über die Bündnisgrenzen hinweg».
An der Übung beteiligen sich Fachstellen des Kommandos Cyber und des Kommandos Operationen sowie Vertreter von Armasuisse und weiterer Informatik- und Sicherheitsbereiche. Der Schwerpunkt liegt auf dem Austausch von Informationen und auf sicheren Kommunikationslösungen. Die Armee will dabei Erkenntnisse für die Weiterentwicklung eigener digitaler Fähigkeiten gewinnen.
Alessandro della Valle/Keystone
Ein besonderes Augenmerk gilt den Operationen im Weltraum. Nach Angaben der Armee zeigt die Einbindung satellitengestützter Echtzeit-Lagebilder die Bedeutung einer digitalen und technischen Vernetzung bei gemeinsamen militärischen Einsätzen. Die Übung soll unter anderem erproben, wie entsprechende Daten effizient und sicher zwischen verschiedenen Partnern ausgetauscht werden können.
Die Schweizer Armee beteiligt sich regelmässig an Nato-Übungen, auch im Cyberbereich. Die gemeinsame Ausbildung mit Mitglieds- und Partnerstaaten der Nato sei wichtig für die Förderung der «multinationalen Interoperabilität», teilte die Armee mit. Damit ist die Fähigkeit gemeint, in technischen und organisatorischen Bereichen mit anderen Streitkräften zusammenzuarbeiten.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen anschliessend in laufende Digitalisierungs- und Vernetzungsprojekte der Schweizer Armee einfliessen.