Das Heidebad im deutschen Halle (Saale) lässt Besucher ohne ausreichende Deutschkenntnisse nicht mehr ein. Dies sagte Geschäftsführer Mathias Nobel der Deutschen Presse-Agentur. Ziel der neuen Regelung sei es, sicherzustellen, dass Badegäste die Sicherheitsvorschriften verstehen und den Anweisungen des Personals folgen können.
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Nach Angaben Nobels wird bereits am Eingang geprüft, ob Verständigungsprobleme bestehen. Über den Einlass werde im Einzelfall entschieden. Es gehe darum, dass die Besucher die Baderegeln kennen und sich am Wasser richtig verhalten. Die Massnahme sei vor wenigen Tagen eingeführt worden. Seither seien einzelne Personen abgewiesen worden.
Auslöser war nach Angaben des Geschäftsführers ein Rettungseinsatz. Nobel, der selbst Rettungsschwimmer ist, musste ein Kleinkind aus einem Bereich des Sees retten, der bis zu 13 Meter tief ist. Kinder müssten unter Aufsicht von Erwachsenen stehen, die ebenfalls die Sicherheitsregeln verstünden. Zudem müsse das Personal die Badegäste im Notfall unmittelbar ansprechen können.
Mit der neuen Regelung soll nach Angaben des Betreibers auch das Personal entlastet werden. In der Vergangenheit habe es Diskussionen gegeben, weil Bademeister die Baderegeln einzelnen Gästen mithilfe von Übersetzungsprogrammen erklären sollten. «Mein Personal ist so schon an der Grenze», sagte Nobel. Die Entscheidung habe Kritik ausgelöst, an der Regelung wolle das Heidebad jedoch festhalten.
Auch in Pruntrut im Schweizer Kanton Jura gelten in diesem Sommer verschärfte Zutrittsregeln für ausländische Badegäste. Nicht in der Schweiz wohnhafte Besucher zahlen neu den doppelten Eintrittspreis und können Tickets nur online erwerben. Nach Vorfällen im vergangenen Sommer hatte die Gemeinde zeitweise ein Zutrittsverbot für Ausländer verhängt.