Der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Rüdiger Lucassen, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Dies bestätigte sein Büro, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Lucassen kam damit einem geplanten Misstrauensantrag im Arbeitskreis Verteidigung zuvor.
In einem Schreiben an den Fraktionsvorstand begründete er den Schritt mit Rücksicht auf anstehende Wahlen. «In meinem Handeln geht es mir stets um die Rettung unseres Landes, das sich in schwerer Schieflage befindet.» Personaldebatten sollten die Chancen der Partei etwa in Sachsen-Anhalt nicht beeinträchtigen.
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Als kommissarischer Nachfolger soll der hessische Abgeordnete Jan Nolte den Arbeitskreis Verteidigung führen. Über eine endgültige Neubesetzung entscheidet die Fraktion.
Lucassen stand zuletzt intern unter Druck. Hintergrund sind unter anderem Differenzen über die inhaltliche Ausrichtung der Partei. Der frühere Bundeswehroffizier gilt als Befürworter der Nato und der Wiedereinführung der Wehrpflicht.
Lucassen warf ausserdem Björn Höcke und dessen Anhängern vor, seine Absetzung betrieben zu haben.