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«Treten Sie zurück!»: Industrieunternehmer richtet scharfe Worte an Arbeitsministerin Bas

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«Treten Sie zurück!»: Industrieunternehmer richtet scharfe Worte an Arbeitsministerin Bas
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Der Unternehmer Martin Herrenknecht fordert Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) zu einem Kurswechsel auf und legt ihr andernfalls den Rücktritt nahe. Dies berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf einen Brief des Vorstandsvorsitzenden der Herrenknecht AG. Darin schreibt der 83-jährige CDU-Politiker und Unternehmer: «Frau Bas, lassen Sie sich nicht länger von Parteilinken und Gewerkschaften treiben. Ändern Sie Ihren Kurs. Oder stehen Sie dieser Koalition nicht länger im Weg. Treten Sie zurück!»

Michael Kappeler/DPA/Keystone
Arbeitsministerin Bärbel Bas im Kanzleramt in Berlin
Michael Kappeler/DPA/Keystone

Herrenknecht begründet seine Kritik mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Er sei «stinksauer», dass die deutsche Wirtschaft an Wettbewerbsfähigkeit verliere. «In Berlin wird weiter geredet statt gehandelt. Deutschlands Wirtschaft schmiert ab», schreibt er. Immer mehr Unternehmen gingen in die Insolvenz oder verlagerten ihre Produktion ins Ausland. Der Weltmarktführer für Tunnelbohrmaschinen wirft der Bundesregierung vor, sich seit Monaten im «Klein-Klein» zu verlieren.

Als Beispiele nennt Herrenknecht die Entlastungsprämie und den Tankrabatt, die er als wirkungslos bezeichnet. Zugleich lobt er Bundeskanzler Friedrich Merz. Dieser habe erkannt, dass nur «grundlegende Strukturreformen» helfen würden, darunter niedrigere Energie- und Arbeitskosten sowie weniger Bürokratie. Zudem fordert Herrenknecht längere Lebensarbeitszeiten und mehr Arbeitsleistung. «Mehr arbeiten statt weniger, später in Rente gehen. Das ist die harte Realität», schreibt er.

Besonders kritisch äussert sich der Unternehmer über Äusserungen von Bas gegenüber dem Kanzler. Ihren «Bullshit»-Kommentar bezeichnet er als unangemessen. Zudem wirft er der SPD vor, sich von ihrer traditionellen Wählerschaft entfernt zu haben. Statt Leistung zu fördern, blähe die Partei den Sozialstaat auf. Dies könne das Vertrauen vieler Bürger weiter schwächen und politische Folgen haben, warnt Herrenknecht in dem Schreiben.

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