10-Millionen-Initiative: Warum das Gesundheitswesen trotzdem weiter Fachkräfte rekrutieren kann
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

10-Millionen-Initiative: Warum das Gesundheitswesen trotzdem weiter Fachkräfte rekrutieren kann

Anhören ( 1 min )
10-Millionen-Initiative: Warum das Gesundheitswesen trotzdem weiter Fachkräfte rekrutieren kann
10-Millionen-Initiative: Warum das Gesundheitswesen trotzdem weiter Fachkräfte rekrutieren kann
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Bundesrat Beat Jans und die Gegner der 10-Millionen-Initiative warnen vor schweren Folgen für das Schweizer Gesundheitswesen bei einem Ja zur SVP-Vorlage. Jans erklärt regelmässig, die Initiative könne «Ihre Gesundheit gefährden». Besonders im Fokus steht die Befürchtung, dass Spitäler und Pflegeheime künftig weniger ausländisches Personal rekrutieren könnten.

Christian Beutler/Keystone
Pflegekraft mit Bewohner im Altersheim Herzogenmuehle in Zürich (Symbolbild)
Christian Beutler/Keystone

Die Initiative verlangt, dass die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz bis 2050 unter 10 Millionen Menschen bleibt. Derzeit leben rund 9,1 Millionen Personen im Land. Daraus ergibt sich laut Berechnungen ein künftig möglicher Wanderungssaldo von durchschnittlich rund 35’000 bis 37’000 Personen pro Jahr.

Wie die NZZ berichtet, zeigen Zahlen des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan), dass vergleichsweise wenige Zuwanderer direkt als Ärzte oder Pflegekräfte in die Schweiz kommen. 2024 wanderten laut Obsan 1087 Pflegekräfte sowie 1785 Ärzte neu ein. Das Staatssekretariat für Migration registrierte im gleichen Jahr insgesamt 94’578 neu eingewanderte Erwerbstätige. Damit lag der Anteil des Pflegepersonals an der Erwerbszuwanderung bei rund 1,1 Prozent, jener der Ärzte bei rund 1,8 Prozent.

Das Staatssekretariat für Migration hält dagegen, die Obsan-Daten erfassten nicht den gesamten Gesundheitsbereich. Laut SEM wanderten 2025 knapp 6000 Personen in die Branche «Medizin und Gesundheitswesen» ein. Diese Kategorie umfasst neben Ärzten und Pflegepersonal auch weitere Berufe.

Laut Obsan verfügen durchschnittlich 21,8 Prozent der Angestellten in Schweizer Spitälern sowie Alters- und Pflegeheimen über einen ausländischen Abschluss. Besonders hoch ist der Anteil in Grenzkantonen wie Genf, Basel-Stadt oder Tessin. Dort arbeiten viele Grenzgänger, die von der Initiative nicht betroffen wären.

Die grösste Gruppe der Erwerbszuwanderer entfällt laut SEM weiterhin auf die Bereiche «Planung, Beratung, Informatik» mit mehr als 23’000 Neueintritten pro Jahr. Dahinter folgen das Gastgewerbe sowie das Unterrichtswesen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.