Wenn die Entwicklung der künstlichen Intelligenz sich weiterhin so ungestüm fortsetze, drohe der Menschheit der Untergang, warnen amerikanische Tech-Barone in seltener Einmütigkeit. Man fühlt sich an Goethes Zauberlehrling erinnert. Nachdem die Geister, die sie gerufen haben, ihnen aus der Hand zu gleiten drohen, rufen sie nach dem Staat. Der US-Präsident, der sich im Wettrüsten der Superlative wähnt, erteilt ihnen eine knallharte Absage. Donald Trump liege richtig, schreibt Urs Gehriger und erklärt, warum Regulierungen die Sicherheit mehr gefährden als freie Forschung. zur Story
Viola Amherd schadet mit ihrer «Fixpreis»-Lüge dem Bundesrat massiv. Die Glaubwürdigkeit ist dahin. Wie kann es sein, dass bei einem sechs Milliarden Franken teuren Deal der Kaufvertrag nicht gelesen wird? Und was heisst das für den Umgang mit den weit umfangreicheren EU-Verträgen, fragt David Biner. zur Story
Froschkönige müssen sich gedulden, Küssen befindet sich in der Rezession. Umfragen zeigen, dass 40 Prozent der Generation Z – die zwischen 1995 und 2012 Geborenen – den richtigen Moment für einen Kuss so sehr überdenken, dass sie oft gar nicht mehr knutschen. Sarah Pines ergründet, wie es zu diesem Niedergang einer Kulturtechnik kommen konnte. zur Story
Die Umfragen geben der Neutralitätsinitiative keine Chance. Dennoch trat Politphilosophin Katja Gentinetta im SRF-«Club» besonders aggressiv auf. Den Initiativbefürwortern Christoph Blocher, Michael Götte und Nils Melzer schleuderte sie entgegen: «Ich verstehe nicht, was Sie für die Sicherheit der Schweiz machen!» Zwei Adressaten dieses Vorwurfs sind Obersten der Schweizer Armee mit Tausenden von Diensttagen, der dritte war dreissig Jahre lang im humanitären Einsatz für das IKRK und die Uno. Gentinetta hingegen hat keinen einzigen Diensttag absolviert – und dennoch den Bericht «für eine zukunftsgerichtete Sicherheitspolitik» verfasst, wie Christoph Mörgeli in seiner Recherche nachzeichnet. zur Story
Mit seinen Werken gelingt es Jeff Koons immer wieder, uns zu faszinieren, zu überraschen und vor den Kopf zu stossen. Nun hat der amerikanische Jahrhundertkünstler mit der Uhrenmarke Hublot zwei Modelle kreiert. Eines davon bezieht sich auf sein ikonisches Werk «Balloon Dog». Im Gespräch mit Oliver Schmuki hat der 71-Jährige erzählt, warum seine Arbeiten immer auch eine Geste des Respekts sind, welches Werk ihn am stärksten emotional berührt hat und welche letzte Frage er vom Universum gerne beantwortet hätte. zur Story
«Bambi» meint man zu kennen – fast alle haben den Kinderfilm gesehen. Aber das Werk des Zeichentrickfilmkünstlers Walt Disney entfernte sich weit von der Vorlage, dem Roman von Felix Salten. Der jüdische Schriftsteller aus Wien landete damit in den 1920er Jahren einen Bestseller. Unter den Nazis wurde «Bambi» Opfer der Bücherverbrennungen; sie sahen darin eine Parabel für die Verfolgung von Juden. 1939 flüchtete der siebzigjährige Salten mit seiner Frau nach Zürich. Aus Geldnot verkaufte er alle «Bambi»-Rechte an Disney – für 5000 Dollar. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs starb er. In Zürich erinnert ein «Bambi»-Brunnen an der Winterthurerstrasse an ihn. Mark van Huisseling hat sich auf Saltens Spuren begeben. zur Story
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