Die gesellschaftliche Zustimmung zu queeren Menschen ist weltweit und auch in Deutschland rückläufig. Dies geht aus dem «Ipsos LGBT+ Pride Report 2026» hervor, den das Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Ipsos anlässlich des Pride Month veröffentlicht hat.
Laut der Studie sagen international nur noch 49 Prozent der Befragten, queere Menschen sollten offen mit ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität umgehen. Gegenüber 2021 entspricht dies einem Rückgang um sechs Prozentpunkte. Die Zustimmung zur Ehe oder rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare liegt weltweit bei 66 Prozent und damit acht Prozentpunkte unter dem Wert von vor fünf Jahren.
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Auch in Deutschland verzeichnet Ipsos sinkende Zustimmungswerte. Demnach befürworten 74 Prozent der Befragten den Schutz von Lesben, Schwulen und Bisexuellen vor Benachteiligungen am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche und beim Zugang zu Dienstleistungen. Das sind vier Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Gesetze gegen Diskriminierung unterstützen 45 Prozent der Befragten, ebenfalls vier Prozentpunkte weniger als 2025.
Die Zustimmung zur «Ehe für alle» sank in Deutschland um einen Prozentpunkt auf 70 Prozent. Zudem halten 44 Prozent der Befragten es für richtig, dass queere Menschen hinsichtlich ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität offen leben. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um zwei Prozentpunkte.
Die höchsten Zustimmungswerte für queere Menschen wurden laut Ipsos in Spanien und Thailand gemessen. Deutschland liegt beim Wert für die Offenheit queerer Menschen unter dem Durchschnitt und im hinteren Drittel der untersuchten Länder.