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Xiaomi, Huawei, Li Auto: Chinesische Marken greifen Europa E-Auto-Markt an

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Xiaomi, Huawei, Li Auto: Chinesische Marken greifen Europa E-Auto-Markt an
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Eine neue Generation chinesischer Elektroautohersteller bereitet den Markteintritt in Europa vor und nimmt gezielt das Premiumsegment ins Visier, berichtet die Financial Times. Unternehmen wie Xiaomi, Xpeng, Li Auto und das von Huawei unterstützte Aito wollen ihre Expansion in den kommenden Jahren beschleunigen und damit den Wettbewerb für etablierte europäische Hersteller weiter verschärfen.

Ng Han Guan/AP/Keystone
Xiaomi-Gründer Lei Jun präsentiert die Elektro-Limousine SU7
Ng Han Guan/AP/Keystone

Besonders ehrgeizig zeigt sich Xiaomi. Der Smartphonekonzern will bereits im kommenden Jahr in Deutschland starten und bis 2030 zu den fünf führenden Premiummarken Europas gehören. Dafür hat das Unternehmen Ingenieure und Designer von BMW, Porsche und Tesla verpflichtet. Gründer Lei Jun bezeichnete den Aufbau «weltweit führender Fahrzeuge» als strategisches Ziel.

Die neue Welle chinesischer Hersteller unterscheidet sich von den bereits etablierten Marken wie BYD oder Geely vor allem durch ihren Fokus auf Software, künstliche Intelligenz und autonomes Fahren. Branchenvertreter sehen darin einen wichtigen Wettbewerbsvorteil. Nach Angaben des Online-Marktplatzes Auto Trader überzeugen chinesische Fahrzeuge zunehmend durch schnelle Innovationszyklen und moderne digitale Funktionen.

Bereits heute gewinnen chinesische Marken in Europa Marktanteile. Im ersten Halbjahr entfielen neun Prozent aller Neuzulassungen in Europa und 15 Prozent in Grossbritannien auf chinesische Hersteller. Im Mai wurde erstmals jedes zehnte neu zugelassene Fahrzeug in Europa von einer chinesischen Marke verkauft. Die Unternehmensberatung AlixPartners erwartet, dass der Anteil in der Europäischen Union bis 2030 auf 16 Prozent steigen könnte.

Die neuen Anbieter zielen bewusst auf höhere Margen im Premiumsegment, da sich das Wachstum auf dem chinesischen Heimatmarkt verlangsamt. Branchenexperten erwarten, dass sie ihre Fahrzeuge preislich zwischen günstigeren chinesischen Modellen und den Spitzenmodellen europäischer Hersteller positionieren werden. Zugleich warnen sie vor einem möglichen Export des intensiven chinesischen Preiskampfs nach Europa.

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