Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus dem stets hellwachen Institut für vorgeschrittene Gegenwartskunde und angewandte Wirklichkeitsstudien hier im Haus der schweizerischen Neutralität. Der Weltwoche. Seit über 90 Jahren steht die Weltwoche mit ihrem unkonventionellen Gegensteuerjournalismus, eben die andere Sicht, ein für die schweizerischen Staatssäulen. Die sind unverhandelbar. Da kennen wir keinen Spass. Man kann zwar auch dagegen argumentieren, aber hier zieht sich wie ein Laserstrahl durch unsere Geschichte. Der schweizerische Patriotismus. Ja, wir sind für die Schweiz, wir sind für unseren Sonderfall, für direkte Demokratie, für den Antizentralismus, für den Kantönligeist, für den Föderalismus, wie es etwas abstrakt heisst. Und vor allem sind wir gerade heute in dieser kriegerischen, in dieser gefährlichen Zeit für die schweizerische Neutralität. Die ist weltweit einzigartig, immer während... glaubwürdig bewaffnet mit einer eigenen Armee, nicht mit einer fremden, die dann eben nicht kommt im Ernstfall. Und wir wollen auch nicht die stärksten konventionellen Streitkräfte auf dem europäischen Kontinent haben, aber wir wollen die beste Armee der Welt haben für die Schweiz als Selbstverteidigungsarmee und Abschreckungsinstrument gegen jeden Aggressor, egal ob es sich um einen Diktator oder um einen angeblichen oder tatsächlichen Demokraten handelt. Die Schweiz hat eben nie unterschieden zwischen unterschiedlichen Aggressoren. Egal, was einer im Schilde führt, egal, wie wohlklingend und grossartig seine Zielsetzungen auch immer sein mögen und mit welchen Heerenwerten er sich da im Bunde wähnt, die Schweiz verteidigt ihre Neutralität bis zum Äussersten. Das ist der Kern. Das ist das Gotthard-Massiv gewissermassen unserer Staatlichkeit, sozusagen die letzte Verteidigungslinie der schweizerischen Zivilisation. Und bevor ich es vergesse, Sie sind hier bei Weltwoche Daily, die andere Sicht unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich, am Dienstag, dem 1. September 2026. Ich lade Sie ein am nächsten Freitag. Kommen Sie nach Zürich ins Hotel... Marriott, klar, wenn Sie im Norden Deutschlands leben, ist das vielleicht etwas schwierig vom Logistischen her, aber wenn Sie das irgendwie bewerkstelligen, können ein schönes Wochenende in einer der schönsten Städte der Schweiz am Zürichsee. Die Wetterprognose habe ich mir noch nicht angeschaut, aber egal ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint, kommen Sie am Freitagabend, Türöffnung 18 Uhr, Start 19 Uhr, ins Hotel Marriott. Am Neumühle-G an der Limmat, unserem Stadtzürcher Fluss, und dort findet das definitive Neutralitätspodium statt. Ich werde es leiten und mein Gast ist kein geringerer als Altbundesrat Dr. Christoph Blocher, eine der ganz grossen historischen Persönlichkeiten der Schweiz, eine lebende Legende, ein Widerstandskämpfer, ein Mann, der in seiner politischen Laufbahn alle die Themen, die heute auch Deutschland und Österreich bewegen, schon in den 90er Jahren vorweggenommen hat. Christoph Blocher war der grosse politische Visionär, Unternehmer, Erfolgsunternehmer in seinem Privatleben. Er war der grosse Visionär, der die Konstruktionsschwächen der Europäischen Union bereits in den 90er Jahren zum grossen Thema gemacht hat. Er hat die Schweiz davor bewahrt, in die EU hineinzurutschen. Er hat mit seiner Partei die er von der kleinsten bürgerlichen zur grössten schweizerischen Partei dauerhaft gemacht hat. Nicht einfach nur so eine Eintagsfliege in der Fieberkurve der Tageskonjunktur. Nein, beständig ist die Schweizerische Volkspartei eine liberal-konservative Partei, nach dem Vorbild von Margaret Thatcher, Ronald Reagan und Franz Josef Strauss, wie er sich immer ausdrückte, nach schweizerischer Art. Die hat er eingeschworen auf die Verteidigung dieser Unabhängigkeit. Auf die Verteidigung der Unabhängigkeit gegenüber der Europäischen Union, die Migrationsthemen, das ganze Asylchaos, das sich schon vor 30 Jahren abgezeichnet hat, das hat er thematisiert. Und Christoph Blocher war sozusagen die Einmann-Avantgarde der politischen Themen. Und ich sage Ihnen, das ist auch aus deutscher Perspektive sehr, sehr interessant. Sie lernen da einen Zeitzeugen kennen, in einen... schweizerischen Jahrhundertzeugen, denn Christoph Blocher ist auch schon in seinem 86. Altersjahr, aber immer noch topfit und ja, es gibt nicht mehr so viele Persönlichkeiten, die aus diesem Holz geschnitzt sind und gerade für Deutsche. die im Moment etwas an ihrer politischen Klasse leiden. Übrigens, der Begriff «Klasspolitik» ist von Blocher auch hier eingeführt worden. Die sollten sich das mal anschauen. Umso mehr, meine Damen und Herren, umso mehr, als die deutschen Zeitungen immer wieder, also mit monströsen Fake News, über Blocher aufwarten. Er wird da als Rechtspopulist verschrien. Das ist ja immer als Negativzuschreibung gemeint. Der Rechtspop... Populist, das heisst also der Schlangenölverkäufer, der Populist, der sich da durchwindet, mal so, mal anders. Das ist er nicht, stimmt nicht. Er ist ein Grundsatzpolitiker, er ist ein Überzeugungspolitiker, er ist ein Politiker mit Substanz und Grundwerten und er ist auch ein sehr charmanter Conferancier. Also am nächsten Freitag beim Thema Neutralität, 4. September 2026, Hotel Mariette in Zürich ab 18 Uhr. Melden Sie sich an, sichern Sie sich ein Ticket www.weltwoche.ch-blocher. weltwoche.ch-blocher. Schauen Sie auch auf unseren Online-Webseiten nach. Dort ist alles aufgeführt. Ich würde mich freuen, wenn wir auch Gäste aus der Bundesrepublik begrüssen dürfen. Eben weltoffene, schweizoffene Deutsche, die sich vielleicht auch hier etwas vom schweizerischen Geist inspirieren. lassen wollen. Schauen wir in die Nachrichten. Die sind ja in Deutschland immer wieder etwas depressionsauslösend, könnte man sagen. Aber ich will hier mal einen anderen Blick wagen, eine andere Perspektive einnehmen. Es ist bemerkenswert, was jetzt passiert. Deutschland ist ja ein Land, das nach den gewaltigen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts, und das ist ja kein Wunder, sich nach Stabilität. gesehnt hat. Man hat ein paar Parteien, die wechseln sich da unter der Käseglocke in Berlin an der Macht ab und das Land wird sozusagen verwaltet, nicht geführt, es wird verwaltet. Man zieht es einfach durch, man versucht nirgends irgendwas anbrennen zu lassen. Ja, keine grossen Konflikte, ja, keine Spannungen, ja, keine Debatten. Man ist so im Dämmerschlaf, im Schlafwagen unterwegs. Das ist die Ära Merkel. und klar Wenn man sich nicht mehr anstrengt, dann geht der Zug nach links. Ist ja logisch, dann kann man jedes Problem mit dem Geld kommender Generationen, mit Schulden oder aus dem Überfluss heraus, wenn man gute Exportresultate hat, kann man mit Geld jedes Problem zuschütten, nicht lösen. Zuschütten, nicht lösen. Das ist das Problem der deutschen Politik. Wenn zu viel Geld da ist, dann rutscht man nach links. Automatisch ist ein Gesetz der Revolution, könnte man sagen, nachzulesen, bereits bei Thomas Mann. in seinem grossen Roman Buddenbrooks. Übrigens, Klammer auf, am nächsten Montag startet meine Deutschland-Tournee. Am 7.9. starte ich ausgerechnet in Lübeck, der Thomas-Mann-Stadt. Auch da melden Sie sich an weltwoche.de schrägstrich Vortrag weltwoche.de schrägstrich Vortrag Vortrag und am 8. September bin ich dann, das ist hochinteressant, bin ich dann in Magdeburg, in Sachsen-Anhalt nach diesen einschneidenden Wahlen am nächsten Sonntag, da sind wir sehr gespannt. Das Establishment bäumt sich natürlich auf, wir erleben quasi die Entstehung eines Zwei-Parteien-Systems in Deutschland, alle gegen die AfD und die CDU, die spannt sich da bis ganz weit nach links, um die AfD zu verhindern. Es wird möglicherweise gelingen. Man wird da natürlich eine parteiübergreifende Phalanx zusammenschmieden. Aber damit zerstört oder schädigt die CDU ihr bürgerliches Profil. Es wird dann einfach entsprechend weitergehen in der Entwicklung. Da sind wir sehr gespannt. Also machen Sie da auch mit. Kommen Sie an diese Vorträge. Mich nimmt das Wunder. Es sind für mich auch immer Forschungsexpeditionen, weil Deutschland interessiert mich, Deutschland fasziniert mich und ist natürlich auch für die Schweiz sehr, sehr wichtig. Aber wir waren bei der bemerkenswerten Bundesrepublik. Verwerfungen, Sehnsucht nach Stabilität, zu viel Erfolg, zu viel Geld, also rutscht man nach links. Jetzt aber eine Korrektur. Und dass sich die Deutschen etwas schwerer tun, hier das steuergleiche Rabiat rumzureissen, ist klar. Die Mächtigen wollen an der Macht bleiben, sie wehren sich mit mit allen lauteren und auch unlauteren Mitteln. Man sieht sich dermassen im Bunde mit den höchsten Werten, mit der Demokratie, dass man sich gleichzeitig ermächtigt, die Demokratie auszuschalten. Das ist ja immer so bei den Gutmenschen, weil sie so gut scheinen wollen und so gut scheinen und das Gute dermassen vorspiegeln, erlauben sie sich auch alle Schurkereien, um das angeblich Gute da möglichst ungehindert strahlen zu lassen. Gutmenschen sind eben keine guten Menschen, sie sind einfach nur auf ihr Ansehen und auf ihr persönliches Standing, auf ihr Renommee bedacht. Aber es verändert sich etwas. Ich meine, Sie sehen, dass jetzt in einem kleinen Bundesland wie Sachsen-Anhalt, dass dort also wirklich die Politik sich etwas tektonisch verschiebt. Das ist auch das Verdienst dieses wirklich hochtalentierten Ulrich Sigmund, der da in einer Schlagfertigkeit, Freundlichkeit, Verbindlichkeit... Auftritt, der selbst den Gegnern der AfD imponiert. In einer Welt schreiben die AfD-kritischen Journalisten, meisterhaft gelinge es, dem Ulrich Sigmund die AfD ganz anders zu positionieren, als es die Journalisten eigentlich gerne hätten. Das passt ihnen ja nicht, dass da einer sehr sympathisch rüberkommt. Nun gut, man wird sehen, sollte er es schaffen, Im ersten Anlauf jetzt hier Ministerpräsident zu werden, das wäre natürlich ein unglaublicher Erfolg. Vielleicht bleibt er auch Oppositionsführer aus einer starken Position. Aber das ist Demokratie, dass sich hier etwas verändert. Und in Deutschland ist ja die Sehnsucht zu spüren, dass man wegkommt von dieser linken Politik. Die Deutschen haben es ja gemerkt, also der Wurm steckt da nicht bei der Bevölkerung drin. Auch wenn die Zeitungen und die... politisch noch Regierenden immer wieder diesen Eindruck erwecken möchten, oh, das gefährliche Volk, die gefährlichen Parteien, wir müssen Parteien verbieten. Das heisst, man muss die Wähler entrechten, man muss ihnen im Grunde das Stimmrecht wegnehmen. Jeder, der für die AfD stimmt, soll da seiner demokratischen Rechte insofern beraubt werden, als eben diese Partei gar nicht gewählt werden darf, beziehungsweise falls sie gewählt würde, darf sie nichts machen, weil die anderen ihr... jeden Spielraum und auch ihre verfassungsmässig zustehenden Rechte ihr da beschneiden. Das ist Unsinn, das kann nicht funktionieren. Auch wenn es natürlich gehässig und unangenehm und fürchterlich ist etc. Aber das sind Verzweiflungsstrategien. Also Deutschland bewegt sich da in die richtige Richtung. Zu langsam vielleicht, auch wirtschaftlich noch überhaupt nicht dort, wo man sein möchte. Aber so ist es halt. Wenn man eine Fehlentwicklung korrigieren muss, das ist immer viel, viel schwieriger, als in so eine Fehlrichtung hineinzurutschen, aber ich gebe da die Hoffnung nicht auf. Übernimmt sich Putin? Können davon ausgehen, dass es in Russland zum Systemwechsel führen wird? Schreibt, sagt ein deutscher Historiker namens Uhl im Interview mit der Welt. Das ist interessant. In der Financial Times lesen wir heute genau das Gegenteil. Man dürfe da die Kriegswirtschaft Russlands auf keinen Fall unterschätzen. Ich masse mir da kein Urteil an, wie Russland letztlich dasteht. Das ist schwierig. Ich kann nur sagen, aus meinen bescheidenen Erkenntnissen der Geschichte, dass sich das durchzieht, auch durch die Chronik hier in Europa. Immer wieder hat man Russland unterschätzt. Eine andere Mentalität, eine andere Psychologie, umso wichtiger wäre es. Wenn man aus dieser gefährlichen Eskalationsdynamik aussteige, aber da sehe ich wenig Anzeichen im Establishment der deutschen Medien und der deutschen Politik. Da muss man auch wieder in die Opposition gehen. Die AfD. Andere Parteien, die da Gegensteuer geben und die sagen, ist doch verrückt, wir müssen versuchen, diesen Konflikt zwischen zwei ehemaligen Sowjetrepubliken nicht zu einem noch grösseren Krieg sich auch auswachsen zu lassen. Aber eben dieser Moralismus, dieser Gesinnungsfurohr, diese Rechthaberei und auch die Unfähigkeit, überhaupt eine Diskussion oder eine Unwilligkeit, eine Diskussion darüber überhaupt zuzulassen, das sind alles Merkmale. der aktuellen deutschen Politik. Grosse Missstände, aber eben meine Sicht ist immer, diese Missstände, diese Probleme und sie auch zu erkennen, ist immer der erste Schritt zur Besserung. Darum bleibe ich optimistisch. Zürcher Kantonsrat stimmt für Kopftuchverbot an Schulen. Das ist eine Schlagzeile, die ich auch in der Schweizer Ausgabe behandelt habe. Sie hat die Nachricht bis nach Deutschland geschafft. Das ist eben auch die Schweiz hier, unsere Parlamentarier, Bürgerliche, gerade die SVP, die Schweizerische Volkspartei, die übrigens in vielerlei Hinsicht das Vorbild ist für die AfD. Die AfD hat das Parteiprogramm der Schweizerischen Volkspartei abgeschrieben. Das heisst nicht, dass die beiden Parteien gleichbedeutend sind. Ich bin auch als Parlamentarier damals immer streng eingetreten für eine Trennung der verschiedenen Parteien. Die Schweizerische Volkspartei, die Schweizerische Parteienlandschaft ist da nicht international vernetzt. Höchstens die Linken, die machen das, aber die Bürgerlichen, die Konservativen sollten Sie wollten das nicht, weil Konservative sind ja vor allem auch aufs eigene Land konzentriert und sind eben keine Internationalisten. Das mag in der EU etwas anders sein, weil sie dort natürlich auch grenzübergreifende politische Missstände haben, verursacht oft durch die Europäische Union. Die EU ist ja sozusagen der Arzt, der sich eben als Mediziner zur Heilung von Krankheiten die man allerdings ohne diesen Arzt gar nicht hätte. Und deshalb zwingt da vielleicht auch eben diese EU-Fehlkonstruktion, die Parteien immer wieder da zu grenzübergreifend, auch die Konservativen in Verbindung zu treten. Also in der Schweiz ist es so, im Kanton Zürich, man möchte nicht, es gibt auch schon andere Kantone, die das entsprechend verabschiedet haben, wir möchten keine Kopftücher an Schulen, so weder bei den Lehrerinnen noch bei den Schülerinnen. Interessanterweise löst das vor allem Widerstand. auf der linken Seite aus. Friedrich Merz, Sachsen-Anhalt darf kein Experimentierfeld für Wutbürger werden. Immer wieder die Beleidigung des deutschen Bürgers durch die deutsche Elite. Das sehen wir schon seit vielen Jahren. Ich habe 2006 oder 2005 in der Welt einmal einen Leitartikel geschrieben. Die Arroganz der deutschen Elite, die dem Volk immer wieder mit der Reitpeitsche einen rüberzieht, einen reinknallt. Das habe ich vor über 20 Jahren geschrieben, diesen Leitartikel. Sie können ihn immer noch im Internet nachlesen. Das fällt eben einem Schweizer auf, diese Herrenreiter- Allüre da, der Mächtigen in Deutschland und der Friedrich Merz. Kaum sitzt er da auf diesem Kanzlerstuhl. Genau die gleiche Tendenz, die Wutbürger. Was heisst denn da Wutbürger? Das sind Leute, die unzufrieden, zum Teil auch wütend sind, über die Unfähigkeit ihrer Politik, die eben Versprechungen gemacht hat, die sie nicht einlösen, beziehungsweise die Versprechungen macht, die sie dann gleich wieder zurücknimmt, korrigiert und ins Gegenteil verdreht, darf kein Experimentierfeld für Wutbürger sein. Das ist die Diskreditierung, das ist die alltägliche, schreckliche, ja, Verleumdung des deutschen Wählers. Das zeigt eben, dass im Verständnis dieser deutschen Parteifürsten da offensichtlich das Partei- die Partei und sie selbst das Mass aller Dinge sind. Da liegen sie aber falsch. In der Demokratie ist der Bürger das Mass der Dinge. An dem muss man sich ausrichten. Der Politiker ist der Angestellte, der Bürger ist der Chef. Immer das Gleiche, musste ich ja vor x Jahren auch mal dem Ralf Stegner erklären. Ulrich Sigmund, eine der cleversten Ideen der AfD. Ich weiss gar nicht, ob das eine clevere Idee ist. Er ist einfach ein cleverer Mann, der es durch Leistung geschafft hat, jetzt viele Leute zu begeistern. Ob er das dann einlöst, das wird man sehen. Das kann man ja mal prüfen, testen. Aber diese Verhinderungsmentalität gegen den Volkswillen ist zutiefst undemokratisch. Aber eben, das kommt ans Licht und damit kommen sie auch nicht durch. Warum spricht alle Welt über die AfD, fragt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die über fast nichts anderes spricht als die AfD. So greifen China und Russland den Westen gemeinsam an. die Auti Paranoia gewisser westlicher Kreise, die sich da permanent angegriffen fühlen durch China und Russland. Die Achse der Autokratie, das sind die Denkmuster des Kalten Kriegs, das sind die Denkmuster des 20. Jahrhunderts. Natürlich nicht ganz falsch. Ein anderes politisches System wird immer als latent feindselig empfunden. Was anders ist, das hat man nicht so gern. Jeder Mensch Ehrlich, wenn du einen Nachbarn hast, der es völlig anders macht als du, das löst zunächst einmal Misstrauen aus. Und das ist auch okay, das ist auch vernünftig und man muss wachsam bleiben, man darf nicht naiv werden. Aber man sollte sich nicht... auch nicht in so eine Verfolgungswahn-Mentalität hinein halluzinieren. Selbstverständlich gibt es Rivalitäten, gibt es Konflikte zwischen diesen Ländern, Russland, China, Amerika, vielleicht auch Europa. Aber die Publizistik bei uns, auch die Politik, ist mir viel zu stark darauf ausgerichtet, diese Konflikte in den ideologischen Weltbürgerkriegsschemata des 20. Jahrhunderts zu deuten, als vielleicht zu versuchen, der heutigen Lage auf den Grund zu kommen. Und da finde ich beispielsweise die Analysen, wie ich sie höre. Achtung, jetzt mache ich mich gleich wieder verdächtig und strafbar bei den linksextremen Meinungsinquisitoren in Deutschland. Da scheinen mir die geopolitischen Analysen eines Wladimir Putin viel näher an der Wirklichkeit zu sein oder eben eines Donald Trump, der sich dazu auch schon geäussert hat. Diese Bad Guys, diese Superschurken der Gegenwart, die im Zuge der allgemeinen Begriffsinflation immer dämonischer und noch dämonischer aufgeblasen werden, die haben in diesem Punkt meines Erachtens einen stärkeren Bezug zur Wirklichkeit als das, was wir in unseren Zeitungen lesen. Und vor allem auch in der deutschsprachigen Publizistik, die leider auch für die Schweizer Medien so ausschlaggebend ist. Donald Trump sagt, Die Kritiker von Datenzentren werden zurückfallen und arm enden, werden sozusagen als rückständig und arm in die Geschichte eingehen. Und ich glaube, er hat recht. Das ist ja auch so eine Zeitströmung hier jetzt, dass man gegen diese Datenzentren ist, gegen die künstliche Intelligenz. Ausdruck natürlich auch etwas dieser allgemeinen Ängstlichkeit und dieses Linken. technologie- und marktwirtschaftsfeindlichen Denkens, wie es sich leider in der Europäischen Union immer mehr ausbreitet. Dabei ist doch gerade Europa ein uraltes Laboratorium der technologischen Entwicklung, des Fortschritts, eine Art Freiluftlabor, aufgefächert in unterschiedliche Staaten und Mikrozivilisationen. Und dieser Wettbewerb, solange er nicht ins Weltkriegsmässige ausgeschlagen hat, Und hat eben... Europa stark gemacht, aber eben diese EU heute ist in dem Sinn auch antieuropäisch, weil sie alles versucht in einen Topf hineinzuwerfen. Die Amerikaner sind da viel stärker pionierhaft unterwegs, natürlich auch mit Höhen und Tiefen, mit Höhen-Schwung, mit Aufschwung und Absturz. Klar, aber Trump hat fraglos recht, diese Datenzentren, die ganze technologische Entwicklung ist enorm wichtig, aber man beginnt sich da jetzt schon wieder geistig abzuschotten und Deutschland Die EU und Brüssel sind mittlerweile nur noch Weltmarktführer bei der Erzeugung von Regulatorien, neuen Vorschriften und Behinderungen für die Wirtschaft. Das ist sicherlich kein Weg in die Zukunft, sicherlich kein erfolgsversprechender Weg. Lionel Messi hat das Ende seiner internationalen Karriere angekündigt. Der grossartige Fussballer, der aber immer auf dem Feld etwas autistisch wirkte, nie das Charisma. Anderer Spieler seiner Qualität entwickelte und einen eher traurigen, ja, beschämenden Auftritt haben ja die Argentinier im letzten WM-Final hingelegt. Auch mit sehr unsportlichem Verhalten dann nach Abpfiff gegen Spanien. Unfassbare Szenen und Messie. Der Käpt'n hat hier überhaupt keine Autorität auf dem Platz entwickelt, kein Charisma. Also der Abgang ist da etwas in die Hosen gegangen und nicht so. wie es dieser Fussballer verdient hätte, aber er hat sich das ja auch in dem Sinn selber zuzuschreiben. Dann noch der Artikel in der Financial Times, den ich erwähnt habe, von Maria Snegovaia, «Don't write off Russia's defense industry yet». Also einfach aufgepasst da, ich staune immer wieder über die messerscharfen Eingebungen. Und ich habe schon so viel Unsinn gelesen, jetzt da zu diesem ganzen Ukraine-Krieg, zur Entwicklung. Ende 2022 waren da ja auch hochrangige amerikanische Generäle der Meinung, dass Russland bereits geschlagen am Boden liegt. Sicherlich ist das Ganze, wie auch immer jetzt der Status da ist, ist eine mit jedem Tag, wo das dauert, eine verheerende, fürchterliche Geschichte. Es sterben viel zu viele Leute, es vergiftet das ganze politische Klima, auch in Deutschland, diese Paranoia, diese Kriegsstimmung, die Aufrüstungsmanie, diese Rüstungs... Hysterie und eben die Unfähigkeit, das zu machen, was das Gebot der Stunde wäre, nämlich eine friedliche Koexistenz wieder anzubauen, auch und gerade mit Russland wieder stabile, sachliche Beziehungen aufzubauen. Vielleicht ist die Schweiz, und da bin ich wieder am Anfang mit unserem Neutralitätspodium, die Schweiz als neutrales Land ist in Kriegszeiten eine Mahnung, denn ein neutrales Land muss mit... allen Staaten freundliche, ja freundschaftliche Beziehungen unterhalten. Übrigens auch mit Kriegsparteien. So war es auch im Zweiten Weltkrieg. Damit man selber nicht angegriffen wird. Das heisst, wenn alle Streit haben, ist der Neutrale derjenige, der komplett aus der Reihe fällt, weil er die Möglichkeit aufzeigt, dass es eben doch auch freundliche Beziehungen geben kann, eben in neutraler politischer Ausrichtung. Darum werden die Neutralen eben immer noch kritisiert, weil im Krieg möchten natürlich alle, dass jeder auf ihrer Seite mitmacht. Man ist entweder Freund oder Feind, aber eben nicht neutral. Aber der Neutrale zeigt eben, dass es wieder ein Zusammen, ein Miteinander geben muss. Das gehört eben auch zur Bedeutung dieser Errungenschaft, die in der Schweiz leider auch nicht mehr so selbstverständlich ist, wie sie es einmal war. Ich danke Ihnen und freue mich, wenn wir uns sehen. Dort haben Sie dann übrigens auch die Gelegenheit, auch als Deutscher, als Deutsche, sich ein Weltwoche-Neutralitätst-T-Shirt zu ergattern. Wir können das ja aus logistischen Gründen nicht nach Deutschland liefern, aber Sie können in die Schweiz kommen, können Ihnen das hier übergeben, kein Problem. Aber eben logistisch ist die Auslieferung etwas schwierig. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen guten Tag. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken. Was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut, Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de Sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.

Loading the player...

«Wutbürger»: Friedrich Merz beleidigt die Wähler. Deutschland rückt nach rechts: Gut so. Demokratie heisst, dass es nicht nur meine Meinung gibt. Trump lobt KI und Datencenter. Kein Kopftuch an Schweizer Schulen. Schweizer Neutralität für Deutschland

Anhören ( 27 min )
«Wutbürger»: Friedrich Merz beleidigt die Wähler. Deutschland rückt nach rechts: Gut so. Demokratie heisst, dass es nicht nur meine Meinung gibt. Trump lobt KI und Datencenter. Kein Kopftuch an Schweizer Schulen. Schweizer Neutralität für Deutschland
«Wutbürger»: Friedrich Merz beleidigt die Wähler. Deutschland rückt nach rechts: Gut so. Demokratie heisst, dass es nicht nur meine Meinung gibt. Trump lobt KI und Datencenter. Kein Kopftuch an Schweizer Schulen. Schweizer Neutralität für Deutschland
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Kapitel

  1. Einleitung und Begrüssung
  2. Geschichte der Weltwoche
  3. Schweizerischer Patriotismus und Neutralität
  4. Verteidigung der schweizerischen Neutralität
  5. Weltwoche Daily und Veranstaltungshinweis
Für das Inhaltsverzeichnis und die Navigation im Video ist ein Abonnement erforderlich.

Weltwoche daily ohne externe Video-Werbung geniessen? Werden Sie Abonnent!

Tickets für Roger Köppels Deutschland-Tournee finden Sie hier: www.weltwoche.de/vortrag

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.