Wer in Deutschland eine neue Wohnung sucht, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor wenigen Jahren. Laut dem aktuellen Mietkompass des Immobilienportals Immowelt sind die Angebotsmieten in den grössten deutschen Städten seit 2023 um bis zu 20 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum nahmen die Reallöhne lediglich um 5,1 Prozent zu. Damit wachsen die Mieten fast viermal so schnell wie die Einkommen.
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Am stärksten stiegen die Angebotsmieten in Hamburg mit 20,2 Prozent. Es folgen Dresden mit 18 Prozent und Frankfurt am Main mit 17,7 Prozent. München bleibt dennoch die teuerste Stadt Deutschlands: Für neu angebotene Wohnungen werden dort durchschnittlich 21,44 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter verlangt. Auch Berlin zählt inzwischen zu den teuersten Wohnungsmärkten und liegt mit durchschnittlich 14,39 Euro pro Quadratmeter auf Rang vier.
Nach Einschätzung von Immowelt profitieren viele Beschäftigte trotz steigender Löhne kaum von der höheren Kaufkraft, weil die Wohnkosten gleichzeitig stark zugenommen haben. Besonders Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen müssten einen immer grösseren Teil ihres Budgets für die Miete aufwenden.
Ein Ende der Entwicklung ist laut dem Bericht nicht in Sicht. Als Hauptgrund gilt der anhaltende Wohnungsmangel. Hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und langwierige Bewilligungsverfahren bremsen den Neubau. Im Jahr 2025 wurden bundesweit nur noch 206.600 Wohnungen fertiggestellt, 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Vom Ziel der Bundesregierung, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu bauen, ist Deutschland damit weiter entfernt denn je.