Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Freitag. 19. Juni 2026. Ich starte mit einem Live-Read, mit einer gesprochenen Werbeanzeige zu einer sehr wichtigen Veranstaltung. Die Kernenergie steht vor einer entscheidenden Phase. Weltweit wird darüber diskutiert, wie ihre Renaissance weitergeht und welche Rolle sie in der künftigen Energieversorgung spielen kann. Dabei geht es nicht nur um neue Kraftwerke, sondern auch um die... Produktion und Veredelung von Kernbrennstoffen. Ebenso im Fokus stehen neue Technologien, kleine modulare Reaktoren, SMRs, die Kernfusion sowie regulatorische und andere Risiken. Genau diesen Themen widmet sich der Arnova Nuclear Energy Summit am Montag, 14. September 2026. Montag, 14. September 2026. findet im Hotel The Dolder Grand Zürich eine ganztägige Investitionskonferenz zur Zukunft der Kernenergie statt. Auf dem Programm stehen Präsentationen führender internationaler Experten zur globalen Renaissance der Kernenergie und zu den damit verbundenen Investitionsmöglichkeiten. Ein besonderer Gast ist Professor Václav Smil, Autor von 51 Büchern und über 500 wissenschaftlichen Arbeiten zu Energie, Umwelt, Bevölkerung, Ernährung und und zur Geschichte technologischer Fortschritte. Es wird eine Keynote-Präsentation zu den globalen Energieherausforderungen mit besonderem Fokus auf die Kernenergie. Danach folgt eine Podiumsdiskussion. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Arnova Capital AG und den Mitbegründern Pendo S. Löwgren und Dr. Christian H. Kählin. Moderiert wird die Konferenz von mir, Roger Köppel, Chefredaktor und Verleger der Weltwoche. Zur Registrierung zum Arnova Nuclear Energy Summit gelangen Sie über diesen Link arnova.com-nuclear2026. Ich wiederhole arnova.com-nuclear2026. Die Teilnahme an der Tageskonferenz kostet 238 Franken inklusive Kaffee und Mittagessen im exklusiven Dolder Grand Hotel. Für Weltwoche Leser gilt ein Spezialpreis von 100 Franken. 178 Franken geben Sie dafür den Gutscheincode WW178 ein. Vielen herzlichen Dank. Ende des Live-Reads. Die Kernenergie, der Ausstieg aus der Kernenergie, ist das Monument der zeitgeistbedingten Blödheit unserer Politik und natürlich auch Der Tatsache, dass sich unsere Medien flächendeckend haben blenden lassen von einer begabten, ja wie soll ich es nennen, Schlangenölverkäuferin der Schweizer Politik, Doris Leuthardt, vielleicht erinnern Sie sich noch, jene Bundesrätin der CVP Mitte, die Zu den ganz grossen Befürworterinnen der Kernenergie in der Schweiz gehört, auch in entsprechenden Aufsichts- und Verwaltungsräten sass, dann aber unter dem Eindruck der Tsunami-Katastrophe in Japan. Typisch Mitte, typisch Populismus, typisch Quecksilber, typisch kopflos, typisch egozentrik und immer darauf schielen, wie ist die aktuelle Meinungslage. Keine Grundsätze, keine Wurzeln, gar nichts. Für eine christliche Partei natürlich beschämend. Unter dem Eindruck dieser Katastrophe hat sie komplett umgedreht und hat den Schweizern, die dann auch noch dumm genug waren, sich da auf dieses Glatteis führen zu lassen, hat sie denen den Ausstieg aus der Kernenergie eingeredet und diese Energiewende. Wir müssen uns gar nichts einbilden in der Schweiz. Wir seien da irgendwie schlauer als diese Apparatschicks in Brüssel. Das Gegenteil ist der Fall. Wir machen aus unserer Wohlstandsverwahrlosung, aus unserer Vergangenheitsvergessenheit sozusagen einen aktiven Affront gegen unsere Vorfahren, die sich diese Frivolität niemals hätten leisten können. Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Folge von guten Tagen. Dann hat man den Schweizer noch verklickert, das Ganze koste nicht mehr als 40 Franken pro Jahr, pro Haushalt, diese Energiewende. Und so wurde auch in der Schweiz Ein grossartiges System, der Wirklichkeit abgetrotzt. Wasserschloss Schweiz, Kernenergie, stabile Bandenergie. Wir waren sozusagen die Trafostation Europas, wenn es wieder mal knallte. Weil beispielsweise die Ukraine, die ihr Geschäftsmodell darauf ausgerichtet hatte, den Russen das Gas zu klauen, das war das Geschäftsmodell der Ukraine durch diese Pipelines. Die haben den Russen immer das Gas geklaut. Warum wohl machten die dann... die Nord Stream Pipelines, ja um diesem Mafia-Regime in Kiew, nicht immer sozusagen gratis, frei Haus, diese Energie zu liefern. Und aufgrund dieses Energiediebstahls der Ukraine ist es zum Teil zu Verwerfungen gekommen in Deutschland, etwa in Baden-Württemberg. Und ich kann mich erinnern, 2012, da mussten die Schweizer helfen, dass in Süddeutschland überhaupt die Betriebe laufen konnten. Heute wären wir doch gar nicht in der Lage. Heute versucht man uns... in die Abhängigkeit zu treiben. Auch wieder diese Selbstverzwergung. Anstatt die eigenen Trümpfe auszuspielen, bietet man sich an, die Schweizer haben ihren Schneid verloren. Vor allem die Politiker. Und man kann nur hoffen, dass sie rechtzeitig aufwachen. Was soll denn dieser sklavische Unterwerfungskult gegenüber der Europäischen Union? Dieses permanente Zähne schlottern und mit wackeligen, weichen Gummiknien? Traut man sich überhaupt nichts mehr zu und der Bundesrat bestätigt noch, beziehungsweise ist der Vorkämpfer, ist der Cheerleader, ist der Werbeträger, ist das Propagandamegaphon dieser schweizerischen Selbsterniedrigung. Das ist die Situation. Natürlich hat eine Willensnation wie die Schweiz auch den Willen aufzubringen, zu dieser Schweiz zu stehen und Grenzen zu setzen. Grenzen den anderen, Grenzen aber auch sich selber, dem eigenen Grössenwahn. Ja, selbstverständlich kämpfen wir da in der Ukraine mit, wir müssen diesem Land helfen. Emotional verständlich, politisch kreuzfalsch. Preisgabe der Neutralität und heute sind wir der TripRed-Fahrer von Katar. Oh, können wir noch eine Konferenz ausrichten auf dem Bürgerstock? Ja, die Schweiz ist immer noch jemand. Wir sind immer noch eine diplomatische Grossmacht. Vielleicht dürfen wir ein paar Diplomaten in diesem Katar-Hotel da oben unterbringen, dass sie dann auch noch ihren Kopf in die Kameralinsen strecken können. Ja, also wir Schweizer, wir sind also hier die Friedensweltmeister. Alle kommen zu uns, die Iraner und die Amerikaner. Und jetzt stürzt dir das ein wie ein Suffle, weil der Amerikaner Trump in Versailles, da im Spiegelsaal, bezirzt von diesen grossartigen Hallen, hat sich vermutlich eingebildet, er sei auch eine Art Ludwig XIV., hat er dieses Friedensabkommen, dieses Rahmenabkommen bereits unterzeichnet. Wodurch natürlich dieser ganzen Veranstaltung in der Innerschweiz der Teppich unter den Füssen weggezogen wurde. Aber jetzt beeilen sich natürlich unsere Medien heute Morgen der Tagesanzeige. Nein, nein, das ist keine Niederlage. Das zeigt überhaupt nicht den Niedergang der Schweiz in der Diplomatie. Verstehen Sie mich richtig? Mir geht es nicht darum, dass wir uns da öffentlich aufplustern können. Vorgänge wie diese zeigen den absoluten Bedeutungsverlust unserer Schweiz. Den diplomatischen Bedeutungsverlust. Und warum ist das gefährlich? Weil ein Bedeutungsverlust ein Verlust an Nutzen ist für die anderen. Und man ist sich hierzulande überhaupt nicht bewusst, dass man auch da, wie damals bei der Energiesicherheit, jetzt bei der aussenpolitischen Sicherheit, bei der Neutralität, das Tafelsilber einfach so auf den Abfallhaufen gekippt hat. Und wenn die Schweiz eben ihren Nutzen verliert für die Grossen, Dann haben die Großen... Weniger Veranlassung, Rücksicht zu nehmen auf diese Schweiz mit ihrem akkumulierten Wohlstand und in Zeiten, in denen alle Kassen leer sind. Ja, was glauben Sie, was wird dann passieren? Ja, dann wird man die Schweiz natürlich ausplündern. Aber sind denn unsere Bundesräte eigentlich von allen guten Geistern verlassen? Sind die wirklich so beschränkt? All diese Legionen, diese Tausendschaften, diese Zehntausenden von Staatsangestellten, Alle mit einem... Universitätsabschluss oder die meisten davon, vielleicht kann man die auch gar nicht brauchen, diese Universitätsabschlüsse, wir haben viel zu viele Studierte und viel zu wenige Gescheite, sind die sich wirklich nicht der Tatsache bewusst, dass die Preisgabe der schweizerischen Neutralität in diesem Ukraine-Krieg Dazu führen wir zwangsläufig, dass man die Schweiz ausplündern wird. Finanziell. Gibt ja keinen Grund mehr, jetzt da die Sandhandschuhe anzuziehen. Im Gegenteil, da diese heimlich weissen Geldsäcke hinter den sieben Bergen, denen nehmen wir die Kohle ab. Die sind ja noch so gerne bereit, uns behilflich zu sein. Die liefern uns noch auf dem roten Teppich den Schlüssel zu ihren Tresoren. Das ist die Schweizer Situation, meine Damen und Herren. Wachen wir endlich einmal auf. Merken wir einmal, was es geschlagen hat? Ja, und dieses bequeme Herumfluchen bei einem Glas Weisswein auf die da oben in Bern, das können Sie auch vergessen. Denn in der Schweiz, zum Glück, wäre es ja noch so, dass nicht die Bundesräte und die Leute in Bern da oben, diese Berufspolitiker, die da Strichlisten machen, wer am meisten Sitzungen verbringt, das ist die grösste Leistung als Schweizer Politiker, wenn sie möglichst viele Sitzungen machen in Bern. Und wehe, einer macht da nicht bei allen Sitzungen mit. Das ist also... Gotteslästerung, das ist Majestätsbeleidigung, wenn man diesem gedehnten Wahnsinn, dieser orchestrierten und organisierten Ineffizienz, sich quasi verweigert, indem man etwas Wichtigeres macht, zum Beispiel Wertschöpfung betreibt in der Wirtschaft, dann machen sie sich ja zur Rundperson dort oben. Nein, es sind also unglaubliche Umstände, die wir da haben. Und jemandem, diesen Leuten, müsste auch mal aufgefallen sein, Dass das für die Schweiz irgendwie nicht mehr so läuft, seit sie da mitmacht im Ukraine-Krieg, sich allerdings einredend, man mache nicht mit. Natürlich machen wir mit im Wirtschaftskrieg. Der Wirtschaftskrieg ist noch fast schlimmer als der Militärkrieg, weil der Militärkrieg ist gezielt mit den heutigen Waffen. Wenn man uns einreden will, die Russen schiessen nur auf zivile Ziele. Übrigens interessant bei diesen Drohnenangriffen auf Moskau. Haben wir in den Bildlegenden gelesen, ich glaube in der NZZ, das sind die Unterschriften unter den Bildern. Ja, da wurde eine Erdölraffinerie angegriffen, ein Benzinlager. Und es kamen dann auch noch andere Gebäude zu Schaden. Was Sie sehen, ist ein brennendes Wohnhaus. Ja, ja, aber das wird dann nicht so gross gefahren, weil die Ukrainer, die sind ja auf unserer Seite, beziehungsweise wir auf der Seite der Ukrainer. Und dann ist natürlich jeder Zivile da, wenn Sie zum Beispiel einen Bus mit Drohnen angreifen, mit Kindern drin oder ein Studentenwohlheim. Das sind bedauerliche Fehler. Wenn aber die Russen mal auf eine zivile Institution schiessen, dann ist das natürlich Ausfluss ihrer innersten Bösartigkeit, ihrer Verkommenheit. Merken wir eigentlich, wie tief wir schon in dieser verdammten Propaganda drin sitzen, meine Damen und Herren? Es ist doch einfach unglaublich, dass das einfach nicht mal aufgedeckt wird. Also hier muss die Schweiz definitiv aufwachen, sonst kommt das nicht gut. Preisgabe der Neutralität bedeutet Preisgabe von Nützlichkeit für die Grossen. Preisgabe der Nützlichkeit bedeutet Absturz in die Nutzlosigkeit. Nutzlosigkeit bedeutet, dass die anderen uns ausplündern werden. Und liefern die Schweizer heute, liefert unser Land ein Respektgebieten des Bilds abschreckender Wehrhaftigkeit. Ganz im Gegenteil, wir liefern ein Bild spätrömischer Dekadenz. Wir haben keine Armee mehr, was ich da höre, aus Kreisen von Armeeangehörigen. Das ist doch erschreckend, nicht abschreckend, erschreckend. Was da zutage tritt und aus ihrer ganzen Verzweiflung, dieser Orientierungslosigkeit verkörpernd, werfen sich dann unsere Bundesräte auch noch der NATO in die Arme und der EU, im Glauben, das bringe mehr Sicherheit. Das ist ja lächerlich. Ich meine, lesen diese Leute auch mal Zeitungen, haben sie mitbekommen, dass die NATO, das ein Bündnis in der heutigen Zeit, überhaupt keine Sicherheit mehr verspricht? Lesen Sie mal Charlie Kirk, was der über die NATO geschrieben hat. Die NATO würde die Vereinigten Staaten in Kriege hineinziehen, aber wenn die Amerikaner mal die NATO brauchen, dann ist sie nicht zur Stelle. Ja, was glauben Sie, wie es denn mit der Schweiz ist? Wie man dann Druck machen wird, wenn die NATO der Schweiz eine Büroklammer liefert? Können Sie davon ausgehen, dass man von uns verlangen wird, dass wir mit unseren letzten verbliebenen Einheiten und Waffen uns ins Getümmel werfen? Das ist doch die Situation, das ist doch die Lage unserer Aussenpolitik der letzten Jahre. Wir zahlen, wir zahlen, wir zahlen dafür, dass wir nichts bekommen. Beziehungsweise wir zahlen auch dann noch, wenn man uns etwas wegnimmt. Zum Beispiel die Souveränität und die Volksrechte. Das ist die Situation mit diesen Unterwerfungsverträgen, die dieser unsägliche Simon Michel da, dieser FDP-Nationalrat, der mit dem super goldenen Löffel im Mund aufgewachsen ist, der sich jetzt da oben aufspielt. im Bundeshaus, der sagt, wir müssen uns natürlich der EU unterwerfen. Das kommt viel besser heraus, wenn die EU in der Schweiz die Gesetze macht. Hat dieser Mann mit den eng beieinander liegenden Augen auch schon einmal über die Landesgrenze hinausgeschaut? Das muss er, weil er hat ja Firmen in der EU, vielleicht hat er da spezifische materielle Interessen. Aber dann müsste ihm ja aufgefallen sein, dass die Gesetzgebungskompetenz der von ihm angehimmelten EU in den letzten 30 Jahren Nun also nicht einen geradezu berauschenden Eindruck hinterlassen hat, wer hat es eigentlich besser gemacht? Welches Land steht pro Kopf wohlstandsmässig besser als die EU? Welches Land hat diese gewaltige Zuwanderung? Warum wandern immer mehr EU-Bürger in die Schweiz aus? Weil es die EU besser macht als die Schweiz? Hören Sie doch auf mit so einem Unsinn, Herr Michel Sehen Sie das nicht? Wissen Sie das nicht? Durchschauen Sie das nicht? Oder erzählen Sie diesen Unsinn wieder besseres Wissen? Stellt den einmal zur Rede dort oben. Was ist denn eigentlich mit der SVP los? Also, das ist die Situation, meine Damen und Herren. Am Freitagmorgen, 19. Juni, kommen wir zu den besseren Nachrichten. Lese heute im Tagesanzeiger immerhin. Dieser Tor ist leuthart Wahnsinn des Kernkraftausstiegs. Der ist jetzt rückgängig gemacht worden. Aber was beschäftigt unsere Zeitungen wie der Tagesanzeiger? Die SVP hat aber Druck ausgeübt auf einige, die dann ihre Stimmen neu ausgerichtet haben. Auf einen Abgeordneten des Mouvements Citoyens Genevois, MCG. Der habe dann anders abgestimmt und sich jetzt für einen Gegenvorschlag ausgesprochen, gemäss der Linie vom Bundesrat Rösti. Das wird jetzt sozusagen als eine Art... Folterung bezeichnet als Menschenrechtsverletzung, weil der Fraktionschef der SVP auf diesen Genfer eingeredet hat, worauf dieser sich dann der Stimme enthalten hat oder zugestimmt hat. Wie auch immer, mit der 100 zu 98 Stimmen ist das durchgekommen. Ein Sieg für die, die sagen, wir müssen aufhören, ein Kernkraftneubauverbot in der Schweiz aufrechtzuerhalten, uns quasi selber die Hände zu fesseln, um uns die Beine abzuschneiden in der Energiepolitik. Und jetzt sind da ein paar gekippt. Und das ist der grosse Skandal für den Tagesanzeiger, weil der natürlich zuvorderst stammt bei diesem Atomausstieg, bei diesem Ausstieg aus der Energie. Aber immerhin, selbst der Nationalrat, der ja immer nach linksgrün kippt im Zweifelsfall, das hat sich jetzt etwas gedreht. Und das ist eine gute Nachricht. Aber es ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Da sollten wir uns nicht schon wieder gleich zurücklehnen und sagen, ja, ja, es läuft ja alles schon wieder in die gute Richtung. Nein, es läuft nicht in die gute Richtung. Und einfach die Rolle der Zeitungen ist ja unglaublich. Jetzt wollen sie sparen bei der Entwicklungshilfe. Da werden ja Milliarden verpulvert in der ganzen Weltgeschichte. Aber für die AHV haben wir selbstverständlich gar nichts mehr. Darüber haben wir gestern gesprochen. Entwicklungshilfe droht Kahlschlag, weil sie 100 Millionen... Sparen wollen, auch schreibt der Tagesanzeiger. Kahlschlag, aber mit keiner Silbe erwähnen sie, was die Gesamtausgaben der Entwicklungshilfe in der Schweiz sind. Das geht ja in die Milliarden. Jetzt werden 100 Millionen gekürzt. Das ist natürlich ein Kahlschlag für diese Journalisten. Ein Kahlschlag im Hirn ist das, wenn man so einen Artikel schreibt. USA und Iran unterzeichnen Deal und heute im Bürgerstock. Ich glaube, sie blasen mehr oder weniger die Übung ab. Ich habe gehört, dass da auch Soldaten schon zurückgekehrt sind oder zumindest nicht mit höchster Präsenz dort gearbeitet wird. Wir lesen auch, dass J.D. Vance jetzt nicht in die Schweiz kommt. Die Ukraine greift Moskau an. Wir haben das angesprochen. Es sind auch zivile Ziele in Mitleidenschaft gezogen worden. Und auch hier wieder die totale Verblendung in den Schweizer Medien. Allem voran NZZ. Also da sitzen sie wirklich in den Geschütztürmen, beziehungsweise in den unbemannten Flugkörpern. Das ist nicht so gefährlich, aber sie sitzen quasi geistig in diesen Drohnen, in diesen Kamikaze-Drohnen mittendrin, die NZZ-Auslandredaktion. Also die haben richtig eine Party im Stile des Kalten Krieges. Jetzt zeigen wir dem Russen wieder mal, was eine Harke ist. Wir waren eigentlich noch viel zu milde in diesem kalten Krieg, als wir diese Sowjetunion auseinandergenommen haben. Jetzt können wir mal so richtig vom Leder ziehen. Das ist so ungefähr die Einstellung. Und sie freuen sich natürlich mit jedem Luftschlag gegen diese Russen. Und sie sehen schon, wie Selenskyj auf Siegesparaden und sie natürlich im publizistischen Begleitruss auf dem Roten Platz einmarschiert. Das sind so die feuchtesten Träume unserer Kollegen da in den Redaktionen. Liebe Freunde, jetzt darf ich euch hier eine kleine disruptive Erkenntnis vermitteln. Mit jedem Luftschlag auf Moskau, mit jedem Angriff ins russische Hinterland, sinken die Chancen, dass es zu einer diplomatischen Lösung kommt. Es ist genau umgekehrt als das, was sich diese Traumtänzer und Kriegsfalken der Einbildung ausmalen. Sie glauben ja, Mit jedem Angriff von Zelensky liege Russland noch mehr am Boden, hänge Putin noch mehr in den Seilen und es werden bald zu flächendeckenden Millionenaufständen in diesem Land kommen und hoffentlich fällt dann auch dieses Russland auseinander wie einst Jugoslawien. Und wir haben überall kleine Lichtensteins, die sich grossartig regieren lassen, selbstverständlich auch am Ende nach unserer Pfeife tanzen diese Russe so zurück auf seinen Platz. Dort, wo er hingehört. Fällt denen eigentlich ein, da ihre eigenen aussenpolitischen Interessen... Was fällt denen eigentlich ein, in Russland nicht einverstanden zu sein, aufzubegehren, wenn wir mit der NATO immer weiter in den Osten vormarschieren? Doch eine Frechheit dieser Russe. Fällt denen eigentlich ein? Wir haben recht. Wir haben doch recht. Wir sind die, die auf der richtigen Seite der Geschichte stehen. Weil das ist die Situation, wie wir sie haben. Und mit jedem Luftschlag, selbstverständlich... Steigen die Chancen für Diplomatie. Das sagen sie auch in Brüssel. Und wenn sie es in Brüssel sagen, dann glauben sie es in Bern. In Brüssel glauben sie es vielleicht weniger als in Bern. Wenn man in Brüssel etwas sagt, aus taktischen Gründen, dann glaubt man es in Bern aus religiösen Gründen. Aber es ist genau umgekehrt. Weil sich eben niemand die Mühe nimmt, mal den Russen zuzuhören. Weil sich niemand die Mühe nimmt, beziehungsweise weil alle so betrunken sind von sich selbst. dass sie den anderen gar nicht ernst nehmen. Und ich kann Ihnen sagen, nach meiner Beurteilung, sinkt mit jedem dieser Luftschläge die Bereitschaft, eine diplomatische Lösung zu machen, aber es steigt die grimmige Entschlossenheit. Diesen komplett leichtsinnig, komplett verrückt gewordenen EU-Aussenpolitikern, verkörpert sozusagen durch diese beiden Archetypen Strack-Zimmermann und Kiesewett. Dass man denen mal eine Lektion erteilt. Dass man denen sagt, Freunde, Russland ist eine Atommacht. Und wenn ihr tatsächlich glaubt, ihr könnt jetzt diesem Selenskyj dabei helfen, wie er diesen Krieg, nachdem er während Jahren die russische Bevölkerung auf dem Donbass diskriminiert hat, jetzt seine Diskriminierungspolitik noch auf russisches Territorium ausdehnt. Das ist die russische Sicht. Ob es uns passt oder nicht. Wir können den ganzen Tag lamentieren und sagen, die haben nicht recht. Aber das ist... ihre Sicht, aber wir haben die Fähigkeit verloren, andere Sichtweisen überhaupt zur Kenntnis zu nehmen, weil wir nur noch uns sehen, weil wir die Welt als einen ganzen riesigen Spiegel betrachten. Die Welt ist ein Versailler Spiegelsaal, in dem wir gigantische Vergrösserungen unserer selbst erblicken. Das ist die totale Verblendung. Das hat übrigens mit dem Verlust des Christentums zu tun. Wenn der Mensch sich plötzlich zum Mass aller Dinge macht, dann sieht er überall sich selber. Das ist das Zeitalter des sich überschlagenden Narzissmus. Der kompletten Losgelöstheit. Wir schaffen das. Selbstverständlich können wir die Zuwanderung so laufen lassen wie im bisherigen Stil, meine Damen und Herren. Natürlich. Merken wir eigentlich, auf was für einem Horrortrip wir da bereits voll drin sind. Und allem voran die Schweizer, die glauben, den Wohlstand mit den Genen eingeimpft bekommen zu haben. Das werden wir dann schon noch merken, wie schnell das weggeht. Die Russen werden früher oder später, wenn man so weitermacht, werden die den Krieg auf Europa ausdehnen. Die werden nicht aufgeben. Putin wird nicht hinstehen und sagen, oh sorry Freunde, ich habe mich geirrt. Komm, rauchen wir eine Friedenspfeife mit Zelensky und dann trinken wir ein Glas Wodka mit Friedrich Merz und Ursula von der Leyen. So wird es nicht laufen, meine Damen und Herren. Die Russen werden das durchziehen. Und die Russen haben in diesem Krieg ihre Ressourcen noch nicht einmal annähernd mobilisiert. Sie haben aber ihre Wirtschaft schon ziemlich auf Kriegskurs umgerüstet. Aber Putin, das sagten mir viele Russen damals in Moskau, Putin führt diesen Krieg wie Flavius Maximus. Der Zögerer zu ihm, minimalen Kosten. Die sind immer noch sehr hoch. Und die Unterstützung des Kreml, die wächst mit jedem Luftschlag von Zelensky. Weil die Russen, die sind nicht blöd, die sehen ganz genau, dass die Ukrainer diesen Krieg gar nicht führen könnten ohne die Unterstützung der Europäer. Und früher war das ein stellvertretender Krieg gegen Amerika. Aber heute sagen die Russen, wir führen keinen Krieg gegen die Ukrainer, wir führen einen Krieg gegen euch. Das hat Wladimir Solowjow in meinem ersten Interview mit ihm gesagt. Darum führe ich diese Gespräche weiter mit Soloviov, weil er ist das Sprachrohr, das vehemente Ausdrucksorgan, die Schwingungsmembran einer relevanten russischen Seele, eines bedeutenden Teils der russischen Öffentlichkeit. Und ich glaube, es wäre hilfreich, man würde sich damit... auseinandersetzen. Meine Damen und Herren, einen Nachtrag habe ich noch oder zwei. Die Schweiz verliert ihren Spitzenplatz bei den wettbewerbsfähigsten Ländern. Jetzt Singapur und Hongkong vorne. Niedergang auch hier. Und dann hat unsere Schweizer Fussballnationalmannschaft, ich sage Schweizer Fussballnationalmannschaft in Anführungszeichen, weil mich einfach dieses Verhalten von Captain Granit Xhaka nervt. Dieses Doppeladler-Getue und dann aber auch immer wieder diese Arroganz. Gestern hat er einen Penaltitreffer geschossen. Und was hat er gemacht nach diesem Treffer, den er sehr schön versenkt hat? Dann hat er gemacht so. Was ja all ihr doofen Schwätzer da draussen, die mich kritisiert habt, aufgrund meiner Reaktionen aufs Startspiel gegen Katar. Katar hat übrigens gegen Kanada 6-0 verloren, die Schweizer haben nur ein 1-1 hingekriegt. Das ist einfach diese Schnodderigkeit von Xhaka, die sich für einen Käpt'n überhaupt nicht ziemt. Gut gefallen haben mir Verteidiger Akanji. Vielleicht ist er auch Mittelfeldspieler, ich glaube er ist Verteidiger, so genau schaue ich da nicht mehr hin. Aber der hat ein sehr überzeugendes Interview im Fernsehen gegeben, das wäre für mich der viel bessere Käpt'n. Einfach von der ganzen Präsenz her. Und dieser Junge, der Johann Masambi, der eingewechselt wurde und dann noch zwei Tore schoss zum 4 zu 1. Ganz toll, beeindruckend, wie er das gemacht hat. Und dann auch nachher extrem sympathisch beim Interview an diesen Teamkollegen sollte sich auch der Käpt'n ein Vorbild nehmen an dieser Fussball-WM. Meine Damen und Herren, vielen herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Das war's um Weltwoche Daily Schweiz. Ihnen allen einen wunderschönen weiteren Freitag, ein entspanntes Wochenende. Geniessen Sie die Zeit. Obwohl wir hier am Morgen, glaube ich, jetzt etwas eine andere Tonalität gelegentlich anzuschlagen haben. Bis bald. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede. Die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de, sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen... Bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.

Loading the player...

Wohlstandsnarkose: Schweiz schafft sich ab. Bürgenstock: Gipfel der Bedeutungslosigkeit. Ausstieg aus dem Atomausstieg? Warum mich Captain Xhaka nervt

Anhören ( 30 min )
Wohlstandsnarkose: Schweiz schafft sich ab. Bürgenstock: Gipfel der Bedeutungslosigkeit. Ausstieg aus dem Atomausstieg? Warum mich Captain Xhaka nervt
Wohlstandsnarkose: Schweiz schafft sich ab. Bürgenstock: Gipfel der Bedeutungslosigkeit. Ausstieg aus dem Atomausstieg? Warum mich Captain Xhaka nervt
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Kapitel

  1. Einleitung und Begrüssung
  2. Live-Read: Werbeanzeige und Veranstaltung
  3. Diskussion über die Kernenergie
  4. Arnova Nuclear Energy Summit
  5. Besonderer Gast: Professor Václav Smil
Für das Inhaltsverzeichnis und die Navigation im Video ist ein Abonnement erforderlich.

Weltwoche daily ohne externe Video-Werbung geniessen? Werden Sie Abonnent!
Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.