In der spanischen Exklave Ceuta halten sich nach Angaben der Stadtregierung weiterhin mehrere Tausend marokkanische Migranten auf. Ceutas Präsident Juan Jesús Vivas widersprach damit der Darstellung der sozialistischen Regierung in Madrid, wonach ein Grossteil der rund 60.000 Migranten die Stadt bereits wieder freiwillig verlassen habe. Vivas erklärte, von einer Rückkehr zur Normalität könne keine Rede sein. Der Rückführungsprozess müsse abgeschlossen und die verstärkten Sicherheitsmassnahmen aufrechterhalten werden.
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Auch der staatliche Fernsehsender RTVE sowie ein Mitarbeiter des städtischen Aufnahmezentrums bestätigten laut Reuters, dass sich weiterhin Tausende Migranten in der Exklave aufhielten und sich einer Rückkehr widersetzten. Die Aufnahmekapazitäten seien deutlich überschritten.
In Ceuta bleiben zahlreiche Geschäfte geschlossen, Teile der Stadt sind nach Ausschreitungen beschädigt, und Tausende Sicherheitskräfte sind weiterhin im Einsatz. Indirekt räumte auch Ministerpräsident Pedro Sánchez ein, dass sich noch zahlreiche Migranten in der Exklave befinden: Seine Regierung kündigte an, rund 7000 unbegleitete minderjährige Migranten auf andere autonome Regionen Spaniens zu verteilen.