US-Präsident Donald Trump hat neue Gespräche mit dem Iran in Aussicht gestellt, zugleich aber mit einer Wiederaufnahme der Luftangriffe gedroht. «Wir führen gute Gespräche», sagte Trump. «Ich denke, es besteht eine gute Chance, dass etwas passiert. Wenn ja, gut. Wenn nicht, machen wir mit dem weiter, was wir vor zwei Tagen gemacht haben.» Dies berichtet Reuters.
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Nach Angaben Trumps stehen die USA und der Iran über Vermittler in Kontakt. Teheran wies jedoch seine Behauptung zurück, die iranische Führung habe um neue Verhandlungen gebeten. Aussenamtssprecher Esmail Baghaei erklärte, entsprechende Berichte seien «erfunden». Die Kommunikation laufe weiterhin über Vermittler, der Iran habe die Diplomatie aber nicht aufgegeben. Reuters zufolge vermitteln unter anderem Katar und Pakistan zwischen beiden Seiten.
Trotz der Gesprächssignale blieb die Lage in der Region angespannt. Saudi-Arabien teilte mit, Drohnen abgeschossen zu haben, die von irannahen Gruppen aus dem Irak gestartet worden seien. Zudem erklärten die mit dem Iran verbündeten Huthi im Jemen, sie hätten eine Ölpipeline in Saudi-Arabien angegriffen. Der Iran bekräftigte unterdessen seinen Anspruch auf die Kontrolle über die Strasse von Hormus.
Die «New York Times» berichtet, dass unklar sei, welche Zugeständnisse Washington mit einem neuen diplomatischen Anlauf erreichen könne. Trump habe erklärt, der militärische Druck habe den Iran an den Verhandlungstisch zurückgebracht. Zugleich hätten iranische Vertreter betont, direkte Gespräche mit den USA seien derzeit nicht vorgesehen.