Es war eine doch eher verwegene Idee des Schweizer Fussballverbands, kurz vor der Sommerpause das Nationalteam auf eine Reise nach Nordamerika zu schicken. Zumindest resultatmässig ist die Übung aufgegangen: Mit dem 4:2 gegen Mexiko und dem 4:0 gegen die USA poliert das Team von Trainer Murat Yakin das zuletzt angeschlagene Selbstvertrauen auf.
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Und mit Johan Manzambi und Ardon Jashari bewiesen zwei Spieler gegen das US-Team, dass sie höheren Ansprüchen genügen.
Gleichzeitig tun die Schweizer aber gut daran, die Erfolge nicht zu überschätzen. Die Partie gegen Mexiko fand in Salt Lake City unter sehr speziellen Umständen statt – auf einem (zu) schmalen Feld und auf einem Rasen, der auf die Bedürfnisse des American Footballs zugeschnitten war. Und dies ist bekanntlich ein anderer Sport.
Und das US-Team trat in der Country-Hochburg Nashville wie eine Hinterhof-Kapelle auf – ohne seine besten Spieler und gedanklich bereits in den Sommerferien. Ein echter Gradmesser war dies nicht.
Der nächste Härtetest wartet erst im September auf das Team von Trainer Murat Yakin, wenn die Qualifikation für die WM 2026 beginnt. Dann stehen die Heimspiele gegen Kosovo und Slowenien an. Später folgen die Auswärtspartien gegen Schweden und in Slowenien.
Die Aufgabenstellung ist so klar wie heikel. Für das Turnier in Nordamerika, an dem erstmals insgesamt 48 Teams teilnehmen werden, qualifizieren sich in Europa die zwölf Gruppensieger direkt. Die Gruppenzweiten werden mit vier weiteren Teams aus der Nations League ein Playoff um die restlichen vier WM-Plätze bestreiten.
Das Prozedere verläuft für die Schweiz sozusagen im Schnellverfahren – innerhalb eines halben Jahres. Es ist die kürzeste WM-Qualifikation der Geschichte – aber sicher nicht die leichteste. Trainer Murat Yakin und seine Mannen sind gewarnt.