Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Wenn wir Krieg verhindern wollen, müssen wir bereit dafür sein»: Von der Leyen und Rutte plädieren in Economist-Gastbeitrag für eine beschleunigte Aufrüstung Europas

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
«Wenn wir Krieg verhindern wollen, müssen wir bereit dafür sein»: Von der Leyen und Rutte plädieren in Economist-Gastbeitrag für eine beschleunigte Aufrüstung Europas
«Wenn wir Krieg verhindern wollen, müssen wir bereit dafür sein»: Von der Leyen und Rutte plädieren in Economist-Gastbeitrag für eine beschleunigte Aufrüstung Europas
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen und Nato-Generalsekretär Mark Rutte haben in einem gemeinsamen Gastbeitrag für das britische Magazin The Economist ein umfassendes Plädoyer für die militärische Aufrüstung Europas und den Ausbau der Rüstungsindustrie vorgelegt. Unter dem Titel «Was Europa und die Nato tun müssen, um bereit für den Krieg zu sein» fordern sie eine tiefgreifende sicherheitspolitische Neuausrichtung Europas. Die Zeit, in der Europa einen Grossteil seiner Verteidigung an die USA ausgelagert habe, sei endgültig vorbei. Die Antwort auf die veränderte Sicherheitslage laute: «Wenn wir Krieg verhindern wollen, müssen wir bereit dafür sein.»

Olivier Hoslet/EPA/Keystone
«Wenn wir Krieg verhindern wollen, müssen wir bereit dafür sein»: Von der Leyen und Rutte plädieren in Economist-Gastbeitrag für eine beschleunigte Aufrüstung Europas
Olivier Hoslet/EPA/Keystone

Um diese Bereitschaft zu erreichen, werben die beiden Autoren für eine umfassende industrielle Mobilisierung. Nicht nur klassische Rüstungsunternehmen, sondern auch zivile Industriebetriebe müssten ihren Beitrag leisten. Als Beispiel nennen sie Automobilhersteller, die Fabriken bereits für die Produktion von Komponenten für Luftverteidigungssysteme oder Langstreckendrohnen umgerüstet hätten. Europa und Nordamerika müssten künftig «mehr, besser und schneller» produzieren. Die derzeitigen Produktionskapazitäten könnten mit dem steigenden Bedarf an Waffen und Munition nicht Schritt halten.

Zur Begründung verweisen von der Leyen und Rutte auf die zunehmende militärische Zusammenarbeit Russlands mit China, dem Iran und Nordkorea. Russland habe seine Wirtschaft «schlichtweg auf Kriegsführung ausgerichtet» und investiere mehr als 40 Prozent seines Staatshaushalts in die Verteidigung. Es wäre «naiv zu glauben», dass diese Kriegsmaschinerie nach einem Ende des Ukraine-Krieges wieder heruntergefahren werde. Zugleich verweisen die Autoren auf die wachsende chinesische Rüstungsindustrie sowie auf die Bedrohung durch iranische Raketen- und Drohnenprogramme. Die Unterstützung der Ukraine und die Konflikte im Nahen Osten hätten zudem bestehende Engpässe bei Kampfflugzeugen, Schiffen, U-Booten sowie Luft- und Raketenabwehrsystemen offengelegt.

Von der Leyen und Rutte fordern deshalb eine engere Zusammenarbeit zwischen Nato-Staaten, EU-Mitgliedern und der Industrie. Nur eine deutlich ausgeweitete Rüstungsproduktion könne aus ihrer Sicht die Abschreckungsfähigkeit Europas langfristig sichern.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.