Die 55 Mitgliedsverbände der Uefa haben sich einstimmig für einen Boykott von Fifa-Wettbewerben ausgesprochen, falls die Fifa ihre Pläne zum Verkauf von Eigentumsanteilen an der Weltmeisterschaft und weiteren Wettbewerben an private Investoren weiterverfolgt. Dies berichtet die Bild. In einem Statement heisst es, solange die Pläne nicht vollständig zurückgezogen würden und die Fifa keine verbindlichen Garantien gegen eine künftige Öffnung für privates Eigentum abgebe, würden keine Uefa-Nationalmannschaften an Fifa-Wettbewerben teilnehmen.
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Die Uefa erklärt, ihre 55 Mitgliedsverbände stünden «geschlossen zusammen» und lehnten den Vorschlag «einstimmig und unmissverständlich» ab. Die Weltmeisterschaft dürfe nicht wie ein Anlageprodukt behandelt werden. «Die Fifa-Weltmeisterschaft gehört dem Fussball. Sie hat ihm immer gehört – und sie wird ihm immer gehören», heisst es in der Erklärung. Zudem kritisiert der europäische Verband, ein Vorschlag von dieser Tragweite sei ohne ausreichende Einbeziehung der zuständigen Verbände entwickelt worden. Dies stelle ein schwerwiegendes Führungsversagen dar.
Fifa-Präsident Gianni Infantino hat den 211 Mitgliedsverbänden eine Frist bis zum 19. September gesetzt, um über seine Pläne zu entscheiden. Für eine Zustimmung sei eine Sonderzahlung in Aussicht gestellt worden. Die Uefa bezeichnet dieses Vorgehen als Ultimatum und spricht von «Nötigung». Sie erklärt, den Vorschlag mit «aller Entschlossenheit» bekämpfen zu wollen.