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Wegen Aussagen über Xhaka, Shaqiri und Co.: Kantonsgericht verhandelt Fall gegen Tiktoker

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Wegen Aussagen über Xhaka, Shaqiri und Co.: Kantonsgericht verhandelt Fall gegen Tiktoker
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Der Schaffhauser Influencer Mirco Casorelli, bekannt als «Bireweich», steht nächsten Freitag vor dem Kantonsgericht Schaffhausen wegen mutmasslich diskriminierender Aussagen über Schweizer Nationalspieler. Dies berichtet der Blick. Der Schweizerische Fussballverband (SFV) wirft dem Tiktoker vor, Nati-Spieler mit Migrationshintergrund rassistisch beleidigt zu haben. Casorelli weist den Vorwurf zurück und bezeichnet seine Äusserungen als Satire.

© KEYSTONE / PETER KLAUNZER
Switzerland's captain Granit Xhaka reacts during a press conference one day ahead of the World Cup Group B soccer match between Qatar and Switzerland at the San Francisco Bay Area Stadium in Santa Clara, Friday, June 12, 2026
© KEYSTONE / PETER KLAUNZER

Bereits 2025 verurteilte die Schaffhauser Staatsanwaltschaft den Influencer wegen Diskriminierung und Aufruf zu Hass zu einer bedingten Geldstrafe von 10.800 Franken sowie zu einer Busse von 2.700 Franken. Casorelli zog den Fall weiter an das Kantonsgericht.

Laut dem Bericht bezeichnete er in Videos unter anderem Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka als «Schachtelgrinde», Nationaltrainer Murat Yakin als «Kebab-Verkäufer» und Jordan Lotomba als «gefürchige Gestalt». Zudem kommentierte er die Nationalhymne mit einer «Singkontrolle» und verwendete weitere abwertende Bezeichnungen für Spieler mit dunkler Hautfarbe.

Die Staatsanwaltschaft vertritt die Auffassung, Casorelli habe die betroffenen Spieler aufgrund ihrer Herkunft als minderwertig dargestellt. Der Influencer erklärte gegenüber dem Blick hingegen: «Das Ganze war bloss eine Parodie und hatte nie einen rassistischen Grundgedanken.» Er sei kein Rassist und halte eine Bestrafung für unangemessen.

Der SFV betont, Humor finde dort seine Grenze, wo die Menschenwürde verletzt werde. Unterstützung erhält Casorelli vom Bündnis Redefreiheit, das die Prozesskosten übernimmt. Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus bezeichnet die Aussagen als fremdenfeindlich.

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