Der frühere US-Präsident Joe Biden hat seinen Nachfolger Donald Trump bei einem öffentlichen Auftritt scharf kritisiert. Bei einer Benefizveranstaltung der Demokratischen Partei im Bundesstaat Maryland warf Biden dem amtierenden Präsidenten Korruption, Amtsmissbrauch und eine Schwächung der internationalen Stellung der USA vor. Dies berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur AP.
VICTOR HILITSKI / KEYSTONE
Biden erklärte, Trump habe «keinerlei Schamgefühl. Es ist peinlich für das Land.» Weiter sagte der Demokrat: «Was für ein Versager.» Trump schade dem Ansehen der Vereinigten Staaten mehr als jeder Präsident vor ihm.
Der 83-Jährige kritisierte zudem mehrere Bauprojekte der Trump-Regierung in Washington. Die Sanierung des Reflecting Pool stehe sinnbildlich für deren Inkompetenz. Dahinter stecke jedoch «die Korruption, die dreiste, unverhohlene Korruption auf einem Niveau, wie es das in der US-Geschichte noch nie gegeben hat».
Ausserdem warf Biden seinem Nachfolger vor, das Präsidentenamt zur persönlichen Bereicherung zu nutzen und Steuergelder an Beteiligte des Sturms auf das Kapitol vom 6. Januar 2021 fliessen zu lassen. Diese hätten «keine Entschädigung verdient», sondern Gefängnisstrafen. Zudem beschuldigte er Trump, die Nato gezielt zu schwächen und sich aussenpolitisch eher auf die Seite des russischen Präsidenten Wladimir Putin als auf jene der amerikanischen Verbündeten zu stellen.
Seit seiner Krebsdiagnose tritt Biden nur noch selten öffentlich auf.