Die italienischen Behörden untersuchen den Verdacht, dass mutmassliche Brandstifter in Kalabrien Katzen als lebende Brandbeschleuniger eingesetzt haben könnten, berichtet die Berliner Morgenpost. Der regionale Zivilschutz teilte mit, bei Ermittlungen an mehreren Brandherden seien ungewöhnliche Zündvorrichtungen entdeckt worden. Die italienische Tierschutzorganisation AIDAA reagierte mit Strafanzeigen und setzte eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur Identifizierung und rechtskräftigen Verurteilung der Verantwortlichen führen.
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Nach Angaben des Zivilschutzes sollen Stoffreste, die mit einer brennbaren Flüssigkeit getränkt waren, an den Schwänzen von Katzen befestigt worden sein. Die Tiere seien anschliessend in Gebiete mit trockenem Gras gelassen worden, wodurch sich Feuer rasch ausbreiten konnten. Die Behörden prüfen den Verdacht im Rahmen ihrer Ermittlungen zu einer Serie von Wald- und Flächenbränden in Süditalien.
Kalabrien und insbesondere Sizilien kämpfen seit Tagen gegen zahlreiche Brände, die durch anhaltende Hitze, Trockenheit und starken Scirocco-Wind zusätzlich angefacht werden. Die Flammen bedrohen Ortschaften, landwirtschaftliche Flächen und touristische Einrichtungen. Besonders schwer betroffen ist die Gemeinde Castronovo di Sicilia, wo grosse Waldgebiete sowie Olivenhaine, Weinberge und Obstplantagen zerstört wurden. Mehr als 100 Menschen mussten im Ort Santo Stefano Quisquina ihre Häuser verlassen.