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«Während Sie spalten, einen wir»: Fifa-Präsident Gianni Infantinos Nachricht an die Medien – und sein Plädoyer für Frieden, Fussball, Lebensfreude

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«Während Sie spalten, einen wir»: Fifa-Präsident Gianni Infantinos Nachricht an die Medien – und sein Plädoyer für Frieden, Fussball, Lebensfreude
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Diese Nachricht erschien am 26. Juli 2026 auf dem Instagram-Profil von Fifa-Präsident Gianni Infantino. Wir dokumentieren sie im Wortlaut und übersetzt.

Botschaft an alle, die …

An alle, die unser wunderschönes Spiel, die Emotionen, die Feiern, das Lachen, das Weinen, die Enttäuschung und die Freude vermisst haben. Allen, die es vermisst haben zu sehen, wie Kinder, Babys, Grosseltern und Eltern für den Fussball zusammenkommen, sage ich: Es tut mir leid, dass die Spiele nun vorbei sind, und es tut mir leid, dass Sie all diese Freude und das Miteinander verpasst haben. Es tut mir leid, dass Sie so sehr von Hass und Kritik eingenommen waren, dass Sie all das verpasst haben.

Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
Fifa-Präsident Gianni Infantino am Viertelfinal Norwegen–England in Miami Gardens
Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.

Denjenigen hinter ihren Stiften und Papieren, hinter ihren Bildschirmen, die Hass und falsche Gerüchte verbreiten, möchte ich sagen: Während Sie dort im Hintergrund sitzen, sind wir bei der Fifa an vorderster Front, organisieren, arbeiten hart und liefern die beste Show der Welt.

Während Sie sich verstecken, erkunden wir die Strassen von Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten, sprechen mit Fans, tauschen uns mit Menschen aus und sorgen für die Sicherheit aller.

Während Sie spalten, einen wir.

Die Menschen kamen zusammen – als Familien, als Fans, als Einheit.

Wir haben keine Gewalt und keine Zwischenfälle erlebt, 100 Prozent Sicherheit und Schutz, nur Freude und Glück!

Sieben Millionen Menschen aus über 200 Ländern haben das Turnier in 16 fantastischen Städten und Stadien genossen: keine Zwischenfälle, keine Feindseligkeit, keine Gewalt, nur Freude, Emotionen, Glück, Einigkeit und Miteinander. Alle waren sicher, geschützt und glücklich.

Milliarden Menschen weltweit verfolgten die Fifa-Fussball-Weltmeisterschaft von zu Hause aus und teilten Momente der Liebe zum Spiel mit Freunden und Familie – Momente voller Freude, Emotionen, Glück, Einigkeit und Zusammengehörigkeit.

Praktisch alle Weltstars aus Musik, Film, Unterhaltung und Sport waren anwesend, genossen den Anlass, verbrachten Zeit mit Fans und mit uns. Sie waren voller Freude und glücklich.

All dies wurde möglich dank den Regierungen der drei Gastländer und ihren enormen Beiträgen, dank der Fifa und ihrem fantastischen Team, das für Sie arbeitet, dank den Gastländern und all ihren Menschen, den Polizeikräften und ihrem unglaublichen Einsatz sowie den Freiwilligen – oh, die Freiwilligen, diese wunderbaren Menschen, die aus der ganzen Welt kamen, um Teil des grössten Events der Welt zu sein.

Jede Stadt war voller Fans aus der ganzen Welt. Während sie feierten, waren Sie damit beschäftigt, den Nährboden für Hass zu bereiten.

Unsere Welt braucht Liebe statt Hass, Toleranz statt Spaltung, Feiern statt Trübsal.

Während Sie Hass verbreiteten, haben wir unermüdlich daran gearbeitet, zwei kriegführende Länder zu vereinen. Der Iran ist ohne Zwischenfälle oder Konflikte in die Vereinigten Staaten eingereist. Als die iranische Mannschaft zu spielen begann, verwandelten sich alle Schmährufe gegen sie in ein einziges Lied. Die Fans wurden zum Land, sie wurden zur Mannschaft und standen geschlossen hinter dem Team Melli. Das ist die Macht des Fussballs. Die iranische Mannschaft erhielt Visa für die Einreise, weil es im Fussball um Frieden geht. Es geht hier nicht um Politik. Fussball steht für Einigkeit, nicht für Spaltung. Fussball ist grösser als Hass und Diskriminierung.

Länder, die mit ernsthaften gesundheitlichen Problemen oder anderen Herausforderungen konfrontiert sind, erhielten Visa. Dass ihre Teams antraten und die Fans mitfieberten, erfüllte Millionen von Menschen in der Heimat mit Hoffnung und – wenn auch nur für einen Moment von ewigem Wert – mit Freude und Stolz.

Sie haben die wenigen Personen erwähnt, denen Visa verwehrt wurden, und dabei die Millionen übersehen, denen aus allen Teilen der Welt die Einreise genehmigt wurde. Denn Fussball vereint die Welt, und das wurde in diesem Sommer eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Oder wenn der Fussball Haiti in die Welt trug – ein Land, das viele nicht besuchen können oder wollen –, ist es vielleicht an der Zeit, Stifte und Tastaturen beiseitezulegen und den Teams Respekt zu zollen, die mit dem Herzen gespielt und hart gekämpft haben, den Ländern, die ihren Beitrag geleistet haben, den Fans, die gereist sind, und den Kindern aus aller Welt, die grosse Träume haben. Vielleicht ist es an der Zeit, etwas Liebe zu zeigen.

Ihre Unzufriedenheit mit einigen Entscheidungen der zuständigen Behörden ist verständlich, aber bitte werfen Sie einen Blick auf die öffentlichen Aufzeichnungen: Solche Entscheidungen sind in einigen der wichtigsten Ligen durchaus üblich.

In der Tat sind «fragwürdige» Schiedsrichterentscheidungen oder «seltsame» Disziplinarurteile – wie zum Beispiel möglicherweise fälschlicherweise vergebene Gelbe oder Rote Karten oder nachträgliche Entscheidungen, Spieler in bestimmten Situationen nicht zu sperren – in einigen der grössten Ligen weltweit Routine und werden allgemein akzeptiert.

Es ist schon kurios, dass genau die Länder, die diese Praktiken anwenden, diejenigen sind, die Kritik üben.

Diese Fifa-Fussball-Weltmeisterschaft zelebrierte die Menschheit von ihrer allerbesten Seite. Wir erlebten, wie Mannschaften aus kleinen Ländern stolz in den bedeutendsten Partien antraten. Sie traten selbstbewusst und professionell auf und machten ihrer Heimat alle Ehre. Vor allem aber gaben sie Hoffnung – die Hoffnung, dass jeder ein Teil der Welt sein und im Spiel ganz gross herauskommen kann, ganz gleich, woher er stammt. Wir sind alle gleich: Fans, Spielerinnen und Spieler und schlichtweg Menschen.

Bei der Fifa könnten wir nicht stolzer sein und emotionaler berührt davon, diese Momente der Liebe, der Freude und der Einheit miterlebt zu haben.

Diejenigen, die ihre Zeit und Energie darauf verwenden, uns zu hassen, möchten wir bitten, kurz innehalten, zu meditieren, zu beten oder sich ein Fussballspiel anzusehen und dabei ganz genau auf die Gesichter, die Augen und die Emotionen zu achten.

Denn nur unser wunderbares Spiel kann eine so aussergewöhnliche Show bieten – eine Show, in der alle eins werden und sich als Menschen wiederfinden.

Den Stiften und Papieren, allen Bildschirmen: Möget ihr Liebe und Frieden dort finden, wo die Menschen hinter euch dazu nicht in der Lage waren.

Möget ihr Frieden finden; wir bei der Fifa haben unseren gefunden und geben ihn weiter, indem wir die herausragendste Fifa-Fussball-Weltmeisterschaft ausrichten. Möge der Fussball über jeglichem Hass stehen.

Schliesslich bin ich als Fifa-Präsident unglaublich stolz darauf, wenn auch nur ein wenig zu dieser Show beigetragen zu haben. Es ist ein grossartiges Gefühl!

Liebe Grüsse an alle.

Gianni Infantino
Fifa-Präsident

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