Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat nach einem Werksbesuch in Kassel offenbar bestätigt, dass die Radhaubitze RCH-155 bereits in die Ukraine geliefert wurde. Dies berichtet die «Bild»-Zeitung. Eine offizielle Bestätigung für den Einsatz des Waffensystems in der Ukraine hatte es bislang nicht gegeben.
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Bei seinem Besuch im Werk des Rüstungsunternehmens KNDS sagte Pistorius: «Die Radhaubitze findet grosse Zustimmung in der Ukraine.» Er fügte hinzu: «Da, wo Sie jetzt stehen, meine Damen und Herren, stand, ich glaube, zwei Jahre ist es her, die erste Radhaubitze, die in die Ukraine gegangen ist.» Ob das System bereits im Kampfeinsatz verwendet wird, ist laut dem Bericht weiterhin nicht offiziell bestätigt.
Die RCH-155 gilt als eines der modernsten Artilleriesysteme. Sie kann als erste Haubitze weltweit auch während der Fahrt feuern. Das System erreicht Reichweiten von mehr als 50 Kilometern, verschiesst bis zu neun Schuss pro Minute und benötigt lediglich eine zweiköpfige Besatzung.
Deutschland will der Ukraine insgesamt 54 Radhaubitzen des Typs RCH-155 liefern. Damit könnten drei Artilleriebataillone ausgerüstet werden. Die Bundeswehr hat 84 Systeme bestellt, weitere Aufträge liegen aus Grossbritannien und der Schweiz vor.