Die Finanzlage der deutschen Kommunen hat sich 2025 drastisch verschlechtert: Städte, Landkreise und Gemeinden schlossen das Jahr mit einem Defizit von knapp 32 Milliarden Euro ab. Das geht aus dem aktuellen Kommunalen Finanzreport der Bertelsmann-Stiftung hervor, wie die Welt berichtet. Die Stiftung spricht vom höchsten Fehlbetrag seit Beginn der Erhebungen. Gleichzeitig stieg die Gesamtverschuldung der Kommunen auf einen Rekordwert von nahezu 200 Milliarden Euro.
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Nach Angaben der Bertelsmann-Stiftung liegen die Hauptursachen auf der Ausgabenseite. Vor allem steigende Sozialleistungen und höhere Personalkosten belasteten die Haushalte. Hinzu komme die anhaltend schwache Wirtschaftsentwicklung, die das Wachstum der kommunalen Einnahmen bremse. Bereits im Frühjahr hatte das Statistische Bundesamt auf die historische Schieflage der kommunalen Finanzen hingewiesen.
Bemerkenswert ist laut den Autoren der Analyse, dass inzwischen nicht mehr nur strukturschwache Regionen betroffen sind. Auch wirtschaftlich starke Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg verzeichnen erhebliche finanzielle Belastungen. Damit unterscheidet sich die gegenwärtige Krise von früheren Phasen, in denen sich die Probleme stärker auf einzelne Regionen konzentrierten.