Die Schweiz steckt nicht in einer Krise, die Schweiz hat ein Problem, erklärte Ökonom Reiner Eichenberger dieser Tage der Weltwoche. Es sei an der Zeit, dass die Politik dieses Faktum endlich in Brüssel adressiert.
Der Hochschullehrer thematisiert in diesem Zusammenhang das Bevölkerungswachstum. Tatsächlich erfährt die Schweiz in den vergangenen Jahren eine Entwicklung, die weder nachhaltig noch gesund ist. Bemerkenswert ist, dass es bis dato nicht zu politischen Verwerfungen gekommen ist.
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Die Bevölkerung der Schweiz stieg laut Daten der Weltbank von 2000 bis 2023 um 23,7 Prozent an. Zum Vergleich: In Deutschland betrug der gleiche Wert 1,3 Prozent. Anders ausgedrückt: Die Schweiz wuchs 18-mal schneller als Deutschland!

Die Schweiz hat sich in diesem Sinne zu einem Sonderfall gemausert. Auch in Österreich (+14 Prozent), Frankreich (12,1 Prozent) und Italien (3,6 Prozent).
Anstatt neue Verträge mit der EU vorzuschlagen, wäre es daher entscheidend, hier eine Lösung zu finden. Wie könnte eine solche Klärung aussehen?
Überraschenderweise wäre es gar nicht kompliziert. Artikel 121 a der Bundesverfassung besagt: «Die Schweiz steuert die Zuwanderung von Ausländerinnen und Ausländern eigenständig.»
Anstatt eine grenzenlose Masseneinwanderung zuzulassen, sollte die Schweiz wieder überlegen, welche Einwanderung notwendig ist und wie viel sie verkraften kann.