Die USA haben ihre Luftangriffe im Iran ausgeweitet und erstmals verstärkt Brücken als Infrastrukturziele angegriffen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AP. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, verstärkt Infrastruktur ins Visier zu nehmen, um den Druck auf Teheran zu erhöhen und eine Lockerung der iranischen Kontrolle über die Strasse von Hormus zu erreichen.
AP/Keystone
Nach iranischen Staatsmedien trafen die Angriffe in der Nacht zum Freitag unter anderem Brücken in der südiranischen Provinz Hormozgan. In der Küstenstadt Bandar Khamir seien mindestens 7 Menschen getötet worden. Das US-Zentralkommando erklärte, bei der inzwischen sechsten Angriffsnacht in Folge seien Dutzende Ziele bombardiert worden. Weitere Angriffe galten laut iranischen Medien Zielen im Raum Teheran sowie in der Provinz Semnan.
Der Iran reagierte mit neuen Raketenangriffen auf mehrere mit den USA verbündete Staaten im Nahen Osten, darunter Katar. Nach Angaben der Behörden in Doha wurden Luftabwehrsysteme aktiviert. Herabfallende Trümmer verletzten demnach ein Kind. Zuvor hatte der Iran auch Bahrain und Kuwait ins Visier genommen.
Nach iranischen Angaben wurden seit Beginn der jüngsten US-Luftangriffe mehr als 35 Menschen getötet und über 300 verletzt.