Der scheidende Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel kritisiert den Umgang seiner SPD mit Islamismus und dem politischen Islam. Dies sagte der Berliner SPD-Politiker in einem Interview mit «Focus» online.
Hikel erklärte: «In der SPD herrscht der identitätspolitische Ansatz vor und der bedeutet, den Islamismus einzubinden, anstatt den politischen Islam zu bekämpfen. So schreitet diese Unterwanderung im Sinne des orthodoxen Islam gesellschaftlich fort.» Innerhalb seiner Partei gebe es «viel Widerstand» gegen seine Positionen. Dies habe zu seiner Entscheidung beigetragen, sich aus der Politik zurückzuziehen.
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Kritisch äusserte sich Hikel auch zum Begriff «antimuslimischer Rassismus». Dieser werde von bestimmten Akteuren genutzt, «die Kritik am politischen Islam, am Islamismus als rassistisch zu diffamieren». Zugleich betonte er, dass Diskriminierung von Muslimen existiere und bekämpft werden müsse.
Hikel äusserte sich zudem zu einem Foto, das ihn mit dem palästinensischen Aktivisten Abed Khattar zeigt. Er habe damals nicht gewusst, wer Khattar sei. Hätte er dessen Hintergrund gekannt, hätte er sich nach eigenen Angaben nicht mit ihm fotografieren lassen.