Die Finanzpolitiker Yannick Bury (CDU) und Florian Dorn (CSU) legen ein Konzept für eine Steuerreform mit Entlastungen von bis zu dreissig Milliarden Euro jährlich vor. Dies berichtet das Handelsblatt. Die Reform soll nach Vorstellungen der Union zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.
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Das Konzept sieht eine Anpassung des Steuertarifs vor, die alle Einkommensgruppen entlasten soll. «Eine Reform des Steuertarifverlaufs, die alle Einkommen entlastet, mit einer hohen relativen Entlastung bei kleinen und mittleren Einkommen», erklären Bury und Dorn.
Konkret soll der Grundfreibetrag um mindestens 1000 Euro steigen. Zudem soll der Spitzensteuersatz von 42 Prozent künftig erst ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 85.000 Euro greifen. Bisher liegt die Grenze bei rund 70.000 Euro. Gleichzeitig plant die Union die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags, den derzeit vor allem Besserverdienende und Unternehmen zahlen.
Zur Gegenfinanzierung ist eine Erhöhung des Steuersatzes für hohe Einkommen vorgesehen. Der sogenannte Reichensteuersatz soll von 45 auf 47,5 Prozent steigen und bereits ab einem Jahreseinkommen von 210.000 Euro gelten. Zusätzlich sollen Subventionen reduziert und Einsparungen in der Verwaltung vorgenommen werden.
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann bezeichnet das Vorhaben als «Durchbruch in der aktuellen Steuerdebatte». Der CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler fordert zugleich Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) auf, ein eigenes Konzept vorzulegen, um eine gemeinsame Reform zu ermöglichen.