Die Sparpläne des Bundes könnten nach Einschätzung von Meteo Schweiz die Qualität der Wetterprognosen beeinträchtigen. Behördenchef Stefan Uhlenbrook warnt, dass wichtige Investitionen – insbesondere in die Erneuerung der Wetterradare – gefährdet seien. Im Interview mit dem Blick sagte der Direktor des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie, das Entlastungspaket 2027 treffe Meteo Schweiz «hart».
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Nach Angaben Uhlenbrooks ist das Einsparpotenzial der Behörde begrenzt. Meteo Schweiz arbeite bereits weitgehend automatisiert und wolle die internationale Zusammenarbeit weiter ausbauen. Sollten die Wetterradare nicht rechtzeitig ersetzt werden, könnten Vorhersagen ungenauer werden. «Wenn diese nicht rechtzeitig ersetzt werden, führt dies zu ungenaueren Vorhersagen – und möglicherweise zu grösseren Schäden», sagte Uhlenbrook. Die Trefferquote des Bundesamts bei Unwetterwarnungen liege derzeit bei über 86 Prozent.
Die Sicherheit der Bevölkerung sei durch die Sparmassnahmen zwar nicht unmittelbar gefährdet, betonte der Meteo-Schweiz-Direktor. Die betrieblichen Risiken nähmen jedoch zu. Gleichzeitig sprach er sich für weitere Investitionen im Klima- und Umweltbereich aus. Je länger entsprechende Massnahmen hinausgeschoben würden, desto höher fielen die Kosten aus.
Mit Blick auf den gegenwärtigen Sommer warnte Uhlenbrook zudem vor voreiligen Schlüssen über den Einfluss des Wetterphänomens El Niño auf die Schweiz. Es sei noch zu früh, einen Zusammenhang herzustellen. Wer dies bereits jetzt tue, sei «alarmistisch», sagte er.