Die jüngsten Umfrageverluste der Union sorgen nach Angaben von CDU-Vertretern für grosse Unruhe an der Parteibasis. Dies berichtet der Tagesspiegel. Der Stuttgarter CDU-Kreisverbandsvorsitzende und frühere Bundestagsabgeordnete Maximilian Mörseburg sagte der Zeitung: «Die Stimmung an der Basis ist unterirdisch.» Zwar wüssten viele Mitglieder um die schwierige Lage des Landes, «aber kaum einer hat mit so einem schnellen Absturz in den Umfragen gerechnet». Kritik äusserte er auch am Regierungskurs: «Immer nur anzukündigen und dann nicht zu liefern, ist eben keine Strategie.»
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Auslöser der Debatte sind neue Umfragewerte des Instituts Yougov. Demnach kommen CDU und CSU nur noch auf 20 Prozent und verlieren gegenüber der vorherigen Erhebung zwei Prozentpunkte. Die AfD liegt mit 29 Prozent an der Spitze. Die Grünen erreichen 14 Prozent, SPD und Linke jeweils 12 Prozent. FDP und BSW kommen auf 5 beziehungsweise 4 Prozent.
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann räumte gegenüber dem Tagesspiegel ein, die Lage sei «fraglos nicht einfach». Die Union arbeite daran, das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Entscheidend sei, den Anspruch einer Reformregierung einzulösen und die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.
Auch der Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Brilon, Niklas Frigger, sprach von wachsender Enttäuschung an der Basis. Vieles, was im Wahlkampf vertreten worden sei, werde bislang nicht oder nicht deutlich genug umgesetzt.