Die AfD bleibt rund fünf Wochen vor der Landtagswahl stärkste politische Kraft in Sachsen-Anhalt und liegt mit 41 Prozent deutlich vor der CDU, die auf 24 Prozent zurückfällt. Das geht aus dem aktuellen «Sachsen-Anhalt-TREND» von Infratest dimap hervor, der im Auftrag von MDR, WDR, «Magdeburger Volksstimme» und «Mitteldeutsche Zeitung» erhoben wurde.
KLAUS-DIETMAR GABBERT / KEYSTONE
Unverändert folgt die Linke mit 13 Prozent. Die SPD erreicht 7 Prozent, die Grünen kommen auf 5 Prozent und würden damit knapp in den Landtag einziehen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht verfehlt mit 4 Prozent die Fünf-Prozent-Hürde. Die FDP wird wegen ihrer geringen Zustimmung nicht mehr separat ausgewiesen.
Parallel wächst die Unzufriedenheit mit der Landesregierung aus CDU, SPD und FDP. Nur noch 29 Prozent der Befragten zeigen sich mit deren Arbeit zufrieden. Bei der Frage nach der Führung der nächsten Landesregierung liegt die AfD mit 44 Prozent Zustimmung knapp vor der CDU mit 43 Prozent. Gleichzeitig trauen 36 Prozent der Befragten der AfD am ehesten zu, die wichtigsten Aufgaben des Landes zu lösen. Die CDU erreicht in dieser Kompetenzfrage 16 Prozent.
Für die Regierungsbildung zeichnet sich damit erneut eine schwierige Ausgangslage ab. Rechnerische Mehrheiten wären für die CDU nur gemeinsam mit SPD und Linken oder mit der AfD möglich. Die Landes-CDU schliesst jedoch eine Zusammenarbeit sowohl mit der AfD als auch mit der Linken weiterhin aus. Laut Umfrage stossen beide Bündnisoptionen auch in der Bevölkerung mehrheitlich auf Ablehnung.