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Ukraine will Soldatenmangel mit Geld bekämpfen: Wer an die Front geht, bekommt 8900 Euro im Monat

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Ukraine will Soldatenmangel mit Geld bekämpfen: Wer an die Front geht, bekommt 8900 Euro im Monat
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Vor dem Hintergrund akuter Personalengpässe will die Ukraine den Militärdienst mit massiv höheren Soldzahlungen attraktiver machen. Das ukrainische Verteidigungsministerium kündigte an, Infanteristen künftig zu den «bestbezahlten Militärspezialisten der Welt» machen zu wollen. So berichtet die österreichische Zeitung Kurier. Demnach sollen Soldaten im Durchschnitt umgerechnet rund 5.800 Euro pro Monat erhalten, für Fronteinsätze sind künftig Zahlungen von bis zu 8.900 Euro vorgesehen.

NEIL HALL / KEYSTONE
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine
NEIL HALL / KEYSTONE

Nach Angaben des Ministeriums steigt der Grundsold für alle Armeeangehörigen um 50 Prozent auf knapp 580 Euro monatlich. Gleichzeitig soll das Dienstmodell reformiert werden. Geplant sind befristete Verträge mit einer maximalen Laufzeit von zwei Jahren. Nach dem Einsatz soll eine Rückstellung von mindestens sechs Monaten erfolgen. Zudem will die Regierung lang dienenden Soldaten ab Ende des Jahres die Möglichkeit einer Entlassung eröffnen.

Auch Fahnenflüchtige sollen zurückgewonnen werden. Ihnen stellt das Ministerium Straffreiheit sowie die freie Wahl ihrer Einheit in Aussicht. Ziel ist es, die Zahl der verfügbaren Soldaten rasch zu erhöhen und den Druck auf die Streitkräfte zu verringern.

Am Freitag bekräftigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass die finanziellen Mittel für höhere Soldzahlungen vorhanden seien. Angaben zur konkreten Finanzierung machte der Staatschef jedoch nicht.

Kiew setzt daneben verstärkt auf die Rekrutierung ausländischer Kämpfer. Nach Darstellung des Verteidigungsministeriums sollen künftig mehr als 50 Prozent der Sturmtruppen und Infanteristen aus sogenannten Legionären bestehen. Die Anwerbung soll weltweit über private Rekrutierungsunternehmen erfolgen.

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