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Ukraine will europäisches Raketenabwehrsystem entwickeln

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Ukraine will europäisches Raketenabwehrsystem entwickeln
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Die Ukraine will gemeinsam mit europäischen Partnern bis zur ersten Hälfte des Jahres 2027 einen Prototyp des neuen Raketenabwehrsystems «Freyja» entwickeln. Das sagte Dawyd Aloian, stellvertretender Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine, der Nachrichtenagentur Reuters.

Nach Angaben Aloians soll das System künftig ballistische Raketen abfangen und die Abhängigkeit der Ukraine von den US-amerikanischen Patriot-Luftabwehrsystemen verringern. Ein internationales Steuerungsgremium zur Ermittlung der Forschungs- und Entwicklungskosten soll in Kürze erstmals zusammentreten. Erst vor zwei Wochen hatten Vertreter aus zehn europäischen Staaten sowie rund ein Dutzend Rüstungsunternehmen das Projekt auf einem Gipfeltreffen in Paris offiziell gestartet.

Andriy Andriyenko/Ukraine's 65th Mechanized Brigade/AP/Keystone
Ukrainische Soldaten feuern ein Raketenabwehrsystem nahe der Front (Symbolbild)
Andriy Andriyenko/Ukraine's 65th Mechanized Brigade/AP/Keystone

Die Ukraine will für das Vorhaben einen Startwerfer und einen Abfangflugkörper bereitstellen. Die europäischen Partner sollen unter anderem Radartechnik, Sensoren sowie Technologien zur Lenkung und Steuerung beisteuern. Zu den beteiligten Unternehmen zählen laut Reuters unter anderem Eurosam, Leonardo, Thales und Saab. Der ukrainische Hersteller Fire Point übernimmt die industrielle Führung des Projekts und hat dafür bereits eine Vereinbarung mit dem deutschen Radarspezialisten Hensoldt geschlossen.

Das System soll nach dem Prinzip einer offenen Architektur entwickelt werden, sodass einzelne Komponenten je nach Bedarf verschiedener Länder ausgetauscht werden können. Gemäss Aloians wird zudem über einen gemeinsamen Fonds zur Finanzierung des Projekts beraten. Ziel sei es, die Zusammenarbeit zwischen Regierungen und Industrie zu vereinfachen und das Vorhaben möglichst praxisnah umzusetzen.

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