Ukraine setzt auf Elon Musk: Kiew will Starlink für Drohnenangriffe auf militärische Ziele in Russland nutzen
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Ukraine setzt auf Elon Musk: Kiew will Starlink für Drohnenangriffe auf militärische Ziele in Russland nutzen

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Ukraine setzt auf Elon Musk: Kiew will Starlink für Drohnenangriffe auf militärische Ziele in Russland nutzen
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Die Ukraine setzt im Kampf gegen russische Raketenangriffe auf die Hilfe von Elon Musk. Kiew will dessen Satellitendienst Starlink künftig für Drohnenangriffe auf Abschussrampen ballistischer Raketen nutzen – bis zu 200 Kilometer tief auf russischem Staatsgebiet. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Hintergrund ist ein akutes Problem der ukrainischen Luftabwehr: Die Bestände an Patriot-Abfangraketen werden knapp.

Ukraine setzt auf Elon Musk: Kiew will Starlink für Drohnenangriffe auf militärische Ziele in Russland nutzen

Präsident Wolodymyr Selenskyj soll das Anliegen bereits im Juli bei einem Treffen im Weissen Haus vorgebracht haben. Demnach bat er US-Präsident Donald Trump, mit Musk über eine Freigabe zu sprechen. Mit Starlink ausgerüstete Drohnen könnten nicht nur russische Raketenwerfer, sondern auch Kommandozentren und andere militärische Einrichtungen angreifen. Trump habe sich bei dem Gespräch jedoch zurückhaltend gezeigt.

Musk hat die Ukraine in diesem Jahr bereits mit einem Eingriff in das Starlink-Netz unterstützt. Space X begann Anfang Februar, Geräte strenger zu überprüfen und nicht registrierte Terminals in russisch kontrollierten Gebieten zu deaktivieren. Aktiv blieben nur vom ukrainischen Verteidigungsministerium freigegebene Geräte. Laut einem Bericht von Politico sorgte die Abschaltung bei russischen Einheiten für erhebliche Kommunikationsprobleme. Gemäss abgefangenen Funksprüchen fielen unter anderem Bildübertragungen aus, und die Koordination wurde erschwert.

Der inzwischen entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow, der lange als wichtigster Verbindungsmann Kiews zu Musk galt, würdigte dessen Rolle vergangene Woche auch gegenüber CBS News. Musk sei «wahrscheinlich der wichtigste Tech-Unternehmer der Welt für unser Land», sagte Fedorow. Auf X schrieb er zudem, Musk und Space X hätten mit der Unterbindung der russischen Starlink-Nutzung auf ukrainischem Gebiet «unsere Luftabwehr geschützt, unsere Luftwaffe gerettet und Tausende zivile Leben verschont». Dies sei ein «unschätzbarer Beitrag» zur ukrainischen Verteidigung. Musk kommentierte Fedorows Beitrag auf X mit den Worten: «Ich versuche, das Richtige zu tun. Ich hoffe, dass es bald Frieden gibt.»

Ob Musk nun auch Angriffen auf russischem Staatsgebiet zustimmt, ist allerdings offen. Bislang zog er dort eine Grenze: 2022 verweigerte er der Ukraine während einer Operation um die von Russland besetzte Krim den Starlink-Zugang, weil er nach eigener Darstellung eine nukleare Eskalation befürchtete. Fedorow erklärte noch Anfang August, es sei derzeit schwierig, Musk von der gewünschten Freigabe für Einsätze jenseits der russischen Grenze zu überzeugen.

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