Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Ukraine droht militärischer Kollaps: Harvard-Analyse warnt vor geopolitischer Zeitenwende

Laut einer brisanten Analyse, die im Umfeld der renommierten Harvard Kennedy School entstanden ist, befindet sich die Ukraine in einer zunehmend aussichtslosen Lage.

Der Krieg gegen Russland sei längst zu einem Abnutzungskrieg geworden. In dieser Art von Konflikt zählen nicht Geländegewinne, sondern die Fähigkeit, Verluste zu ersetzen und Ressourcen klug zu managen.

MARIA SENOVILLA / KEYSTONE
epa11947429 A soldier of the Alcatraz Battalion, made up of former Ukrainian convicts, participates in tactical infantry training at an undisclosed location in Donetsk Oblast, Donetsk region, Ukraine, 07 March 2025
MARIA SENOVILLA / KEYSTONE

Russland hat sich laut der Analyse auf diese Realität eingestellt, baut seine Truppenstärke monatlich aus – auch mithilfe von Freiwilligen, Rückkehrern und Unterstützung aus Nordkorea und Iran – und profitiert von einer gewachsenen militärischen Industrie.

Die russische Armee umfasst inzwischen rund 1,5 Millionen ausgebildete Soldaten. Zwar leide die russische Kommandostruktur unter Korruption und Inkompetenz, doch auf dem Feld verschaffe der stetige Zufluss von Personal und Material der russischen Seite einen wachsenden Vorteil.

Die Ukraine hingegen habe in entscheidenden Momenten Symbolpolitik über militärische Vernunft gestellt. Die verlustreichen Schlachten von Bachmut und Krynky, in denen Zehntausende ukrainische Soldaten starben, hätten die Kampfkraft schwer geschwächt. Immer mehr neue Rekruten seien unmotiviert oder desertierten gar. Zudem sei das westliche Waffenarsenal weitgehend erschöpft.

Die Konsequenz laut der Analyse: Wenn die Ukraine jetzt keine Feuerpause erreiche, drohe in sechs bis zwölf Monaten der Zusammenbruch der Front. Verhandlungen über einen Frieden wären dann nur noch aus einer Position der Schwäche möglich.

Die USA, so die Analyse, scheinen sich mit Verweis auf Harvard-nahe Einschätzungen bereits von der Maxime «so lange wie nötig» zu verabschieden und streben eine rasche diplomatische Lösung an – notfalls zu russischen Bedingungen. Die EU hingegen halte an Durchhalteparolen fest, obwohl die militärische Realität längst dagegenspreche.

Ein russischer Sieg könnte, so das Fazit, das Ende der westlich dominierten Weltordnung einläuten – mit unabsehbaren wirtschaftlichen und geopolitischen Folgen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.