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Russland erweitert seine Schattenflotte für den Transport von Flüssiggas. Der Kreml bereitet sich damit auf das EU-Importverbot für russisches LNG vor, das 2027 in Kraft tritt. Dies berichtet die «Financial Times».
Gemäss Daten des Schifffahrtsanalyseunternehmens «Windward» wurden in den vergangenen sechs Monaten mindestens acht gebrauchte LNG-Tanker erworben und anschliessend für russische Ladungen eingesetzt. Die Flotte umfasst inzwischen 25 Schiffe, darunter die ersten beiden in Russland gebauten LNG-Tanker aus der Werft Swesda. Die zusätzlichen Schiffe sollen Moskau ermöglichen, Flüssiggas trotz verschärfter Sanktionen weiter zu exportieren. Vier der neu erworbenen Tanker hätten bereits LNG aus Anlagen transportiert, die unter westlichen Sanktionen stehen. Sie fahren inzwischen unter russischer Flagge und tragen die Namen «Kosmos», «Orion», «Merkuri» und «Luch».
Nach Angaben der «Financial Times» gehören viele der Schiffe Firmen mit Verbindungen nach Russland, die in Jurisdiktionen wie Dubai, Hongkong oder Singapur registriert sind und sogenannte Billigflaggen nutzen. Wie bei der russischen Ölschattenflotte würden Signale gestört und Umladungen zwischen Schiffen eingesetzt, um die Herkunft der Ladung zu verschleiern.