Etablierte Rüstungskonzerne werden den globalen Waffenmarkt trotz des raschen Wachstums bei Drohnen und anderen kostengünstigen Systemen voraussichtlich auch im kommenden Jahrzehnt dominieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung BCG und von Vertical Research Partners, über die die Financial Times berichtet.
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Den Angaben zufolge werden komplexe Waffensysteme etablierter Hersteller im Jahr 2033 weiterhin mehr als 80 Prozent des weltweiten Marktes ausmachen. Zwar wächst der Markt für Drohnen und andere massenproduzierte Systeme schneller, sein Volumen bleibt jedoch deutlich kleiner. Die Autoren der Studie erwarten, dass die jährlichen Ausgaben für komplexe Systeme in den USA, der EU und Grossbritannien bis 2033 auf 79 Milliarden US-Dollar steigen. Für günstigere Systeme rechnen sie mit einem Marktvolumen von 17,5 Milliarden Dollar.
Für Europa prognostiziert BCG einen Anstieg der Ausgaben für Rüstungsgüter von rund 150 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 380 Milliarden Euro bis 2035. Voraussetzung sei, dass die europäischen Staaten ihr Ziel erreichen, 3,5 Prozent ihres Bruttoinlandprodukts für Verteidigung auszugeben. Auf Verteidigungstechnologie-Unternehmen könnten davon 50 bis 80 Milliarden Euro entfallen.
Die Studie verweist zudem darauf, dass etablierte Rüstungskonzerne langfristig von Wartung, Ersatzteilen und Modernisierungen profitieren. Gleichzeitig müssten auch sie ihre Investitionen anpassen und entscheiden, ob sie stärker in schnell wachsende Bereiche wie autonome Systeme investieren oder entsprechende Unternehmen übernehmen.