Die 68-jährige Parlamentsabgeordnete Catherine Connolly wird neue Präsidentin Irlands. Bei der Wahl setzte sie sich mit einem historischen Ergebnis gegen die konservative Kandidatin Heather Humphreys durch. Connolly, die als parteiunabhängige Kandidatin mit Rückhalt linker Oppositionsparteien angetreten war, erhielt über 63 Prozent der Erststimmen – so viel wie noch kein Bewerber zuvor, berichtet der Sender BBC.
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«Ich werde eine Präsidentin für alle sein», versprach Connolly in ihrer Rede, die sie zunächst auf Irisch, dann auf Englisch hielt. Sie kündigte an, eine «Stimme für den Frieden» und eine «Stimme für die Neutralität Irlands» sein zu wollen. Zudem wolle sie sich den Themen Klimawandel und gesellschaftlicher Zusammenhalt widmen.
Connolly folgt auf Michael D. Higgins, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren durfte. Ihre offizielle Amtseinführung findet am 11. November statt.
Die Wahlbeteiligung lag bei 46 Prozent. Auffällig war die hohe Zahl ungültiger Stimmen: Über 213.000 Stimmzettel wurden als spoiled votes gewertet – ein bislang unerreichter Wert.
Die irische Opposition feierte Connollys Wahlsieg als Signal gegen die etablierte Politik. Sinn-Féin-Chefin Mary Lou McDonald sprach von einem «sensationellen Ergebnis» gegen das «abgegriffene System» der Regierungsparteien Fine Gael und Fianna Fáil. Connolly selbst bekräftigte, sie sei «eine unabhängige Frau mit einem sehr unabhängigen Geist».