SRF weist die Vorwürfe des ehemaligen Eishockey-Nati-Trainers Patrick Fischer zurück, eine off-the-record-Vereinbarung gebrochen und vertrauliche Aussagen journalistisch verwertet zu haben.
Fischer hatte sich erstmals seit seiner Freistellung als Nationaltrainer öffentlich geäussert. In einem rund 35-minütigen Youtube-Interview mit Journalist Peter Röthlisberger warf er dem SRF-Journalisten Pascal Schmitz vor, eine Vertraulichkeitsvereinbarung missachtet zu haben. Als Beleg wurde eine E-Mail vorgelesen, in der Schmitz die Vereinbarung nach Darstellung Fischers schriftlich bestätigt haben soll.
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SRF sagte dem Blick, dass es «keine off-the-record-Vereinbarung vor dem Gespräch mit Patrick Fischer» gab. Nach Darstellung des Senders hatte der Medienchef des Schweizer Eishockeyverbands einen solchen Vorbehalt erst nach dem gemeinsamen Mittagessen geltend gemacht. «Deshalb kam es zum erwähnten E-Mail-Verkehr zwischen Pascal Schmitz und dem Medienchef. In seiner Antwort hat Pascal Schmitz auf diese nachträgliche Forderung Bezug genommen beziehungsweise den Wortlaut des Verbandes wiedergegeben. Eine vorgängige off-the-record-Vereinbarung wurde damit nicht bestätigt. In der gleichen E-Mail hat Pascal Schmitz zudem klargestellt, dass er die Aussagen nicht einfach ignorieren kann und dass er – in Absprache mit der Chefredaktion – Patrick Fischer und dem Verband die Möglichkeit zur Stellungnahme geben will.»
Der Sender beruft sich zudem auf journalistische Standards. Eine off-the-record-Vereinbarung müsse vorgängig, ausdrücklich und gegenseitig getroffen werden. Dies sei hier nicht geschehen. Die umstrittene Aussage sei während eines Drehtags für ein Porträt gefallen, in einer beruflichen Situation und im Beisein des Medienchefs sowie eines Kameramanns. Laut SRF wurden die betreffenden Aussagen weder als Zitat veröffentlicht noch wurde Fischer als Quelle genannt. Der Sender erklärt, er weise die Vorwürfe zurück, nehme aber zur Kenntnis, dass Fischer die Situation anders beurteile.